Herzlich Willkommen im MEN AND MONSTERS – BEYOND REDEMPTION, einem privaten Marvel/DC RPG, das in einem eigenen Universum spielt. Auf Erde Z-3918 ist nichts unmöglich und das ist es, was vielen Angst macht. Aber es ist auch eine Chance, für jeden, der hier geboren wurde oder gestrandet ist. Ob Avengers, Justice League, X-Men oder Bruderschaft, jeder wird gebraucht. Insbesondere jetzt, da die amerikanische Regierung den unregistrierten Superhelden, Mutanten und Vigilanten den Kampf angesagt hat.


Breaking point Victor Creed
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Pretty mess Mia Deardan
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Falling too fast to prepar... Leo Hayes
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All creatures great and sm... Masha Sobol
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Let me down slowly Oliver Queen
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Szenen-Informationen
Charaktere Peter Bowen » Levi Isaak » NPC
Datum 04.11.2020
Ort Sentinel Fabrik, Star City
Tageszeit abends
Zusammenfassung Die Bruderschaft spioniert eine Fabrik in Star City aus, in der die gefürchteten Sentinel Roboter hergestellt werden.
Alias: Unicorn Spezies: Mutant nicht registriert Alter: 23 Jahre Größe: 1.75m Zugehörigkeit: Brotherhood zum Steckbrief
#1
Recon for Dummies
Theodore, Levi, Peter & Reggie (NPC) | 04. November, abends | Sentinel Fabrik, Star City


Das war alles so furchtbar aufregend! Er wurde auf seine erste richtige Mission für die Bruderschaft geschickt und das auch noch zusammen mit anderen Mutanten, die er allesamt leiden konnte. Gut, Peter konnte jeden leiden, der ihm oder Emma nicht aktiv schadete. Aber Pikachu – erinnerte er sich überhaupt noch an den richtigen Namen des jungen Mutanten? – war wirklich sein Freund und auch Levi und Reggie waren nett. Die Reise allein war schon so spannend gewesen, immerhin waren sie nun praktisch am anderen Ende der Staaten. Und nun sollten sie eine Fabrik auskundschaften, in der diese furchtbaren Roboter hergestellt wurden, die Mutanten aufspüren und töten konnten.

Peter war nicht sicher, worum es genau ging. In weiser Voraussicht hatte ihn niemand in das Vorhaben eingeweiht, einen hochrangigen Politiker der NPP, der in ein paar Wochen hier eine Rede halten sollte, zu eliminieren. Das hätte das Auskundschaften wahrscheinlich noch schwieriger gemacht, weil der 23-Jährige eigentlich nicht wollte, dass jemandem etwas passierte. Aber eine Fabrik lahmlegen, indem man die Produktion sabotierte und die Herstellung weiterer Mutanten-Killer-Roboter verhinderte; das war ein erstrebenswertes Ziel für die Bruderschaft. Also hatte er sich diese Theorie einfach zurecht gezimmert und als Realität anerkannt. Damit hatte er schon reichlich Erfahrung.

"Ich kann uns unsichtbar machen oder irgendwie anders aussehen lassen.", erklärte der junge Mutant, als sie sich im Schutz der Dunkelheit dem hohen Zaun näherten, der das Fabrikgelände umgab. Die Sicherheitsvorkehrungen erinnerten eher an ein Staatsgefängnis als an eine Fabrik. Überwachungskameras waren in regelmäßigen Abständen auf dem Zaun angebracht, das Areal war mit großen Scheinwerfern ausgeleuchtet und hin und wieder patrouillierten Sicherheitsleute am Zaun entlang. Die Betreiber dieser Fabrik waren sich durchaus bewusst, dass ihr Produkt den Zorn mächtiger Individuen auf sich ziehen konnte. "Aber Kameras und so lassen sich nicht täuschen. Das weiß ich, weil mal jemand durch eine Handykamera geguckt und… Ach, egal."

Er blinzelte kurz und schüttelte den Kopf. Das hier war eine ganz, gaaanz wichtige Mission. Er musste sich konzentrieren und durfte es nicht vermasseln, sonst würde man Emma und ihn vielleicht wieder vor die Tür setzen. Das hatte zwar niemand gesagt, aber das war seine Angst.
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Alias: Tek, B.trinding & more Spezies: Mutant nicht registriert Alter: 34 Jahre Größe: 1.75m Zugehörigkeit: Brotherhood zum Steckbrief
#2
Levi hatte sich abgewöhnt, effektiv gegen seine Lage vorzugehen und ergab sich in sein Schicksal mit drei Grünschnäbeln so etwas wie eine “Mission” durchzuführen, die doch mehr an einen Kinderausflug erinnerte, als an eine wirkliche Bruderschaftsaktion. Also entweder, sie wollten in dem Sherwood ihre Ruhe haben, damit sie die “wirklich wichtigen” Dinge klären konnten oder sie hofften, dass die Vier bei der Aktion einfach draufgingen. Natürlich sah Levi in diesem Szenario nur sein eigenes Ableben - zwar nicht kritisch, aber es war eben das was ihn… persönlich traf. Und was tat dagegen? Nichts. Er beugte sich seinem aufgezwungenen Schicksal, warf mit Kommentaren um sich und änderte letztendlich doch nichts. Typisch. Eine Verabschiedung von Orwell hätte gefehlt, in der man ihm “viel Glück beim Himmelfahrtskommando” gewünscht hätte, aber das wissende Grinsen reichte schon aus.

Star City. Fühlte sich ja fast wie Zuhause an, zumindest wenn man von seinen krummen Dingern wusste, die er hier so am Laufen hatte. Es kam bereits vor, dass er von der Straße gekidnappt wurde - soviel zu den guten Erinnerungen, die er mit dieser Stadt verband. Wenigstens musste er davon nicht allzu viel sehen, schließlich war es tiefste Nacht und sie befanden sich in einem Sperrgebiet, abgeschottet von dem Trubel der Stadt, in der sich die Mutantenfeinde ihre Maschinen zusammenschraubten. Levi stand einen Schritt entfernt von der Gruppe und starrte auf sein Display, um den wechselnden Fenstern auf seinem Smartphone zu verfolgen. Er checkte die Sicherheitskamera’s in der Umgebung ohne dem Schnattern der Kinder eine sonderlich große Aufmerksamkeit zu schenken. Das Problem war halt einfach… das Schnattern an sich. Konnten sie nicht einfach etwas ruhiger sein? Dass sie gespannt auf die Mission waren und sich jeder für sich mit seinen Besonderheiten und Mutationen in die Mission einbringen wollte, war ja alles schön und gut.

Levi entfuhr ein leises Seufzen. »Die Sicherheitskameras ausfallen zu lassen würde keinen Sinn machen, denn dann hat man uns sofort auf dem Schirm.« Sprach er auf Peter’s glorreichen Kommentar hin, dass seine Illusionen bei Technik keine Wirkung zeigen würden, aber ob dieser den gedanklichen Sprung dahin schaffte, wusste Levi nicht. »Wenn wir schnell sind, dann würde ein kurzer Ausfall jedoch nicht groß auffallen. Blieben also nur noch der Zaun und die Patrouillen, die weder ein Hindernis darstellen, noch um Hilfe rufen sollten. Irgendjemand eine Idee, wie wir das anstellen könnten?« Levi hob den Blick fragend von seinem Display, doch genauso wie seine monotone Stimmlage sagte auch sein Blick nicht aus, was er wirklich dachte. Eine Motivationsrede war das jedenfalls nicht. Dass es sich bei der Frage um einen kleinen Test handelte, sprach er natürlich nicht aus. Für die Kiddies klang es sicherlich einfach so, als wollte er sie effektiv in die Mission einbinden, damit sie auch etwas lernten. Waren ja auch fast alles Jungspunde, die noch nie auf so einer Mission unterwegs gewesen waren. Levi sah es als sinnvoll den Kindern hier einmal ihre Fantasien und Illusionen abzufragen die in ihren Köpfen herumspukten, um diese gleich im Keim zu ersticken. Darin… war er sehr gut.
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#3
REGGIE AKA "SMOKEY" | 27 JAHRE | RAUCHERSCHAFFUNG UND -TRANSFORMATION

Er stand in dieser winzigen Gruppe von Auserwählten und hatte dabei einen Kopfhörer in einem seiner Ohren, aus denen die harten Klänge eines der vielen Songs, die sich in seiner Playlist befanden, dröhnte. Das war kein Zeichen von Desinteresse oder Leichtsinn. Reggie brauchte das einfach. Er konnte sich besser konzentrieren, wenn Metallica, Rammstein, Disturbed oder Slipknot durch seinen Gehörgang fegte. Das machte ihn ruhiger, nicht so hippelig auf eine ganz und gar depressive Art und Weise. Mit seinem freien Ohr lauschte er den Überlegungen und betrachtete seine Komplizen noch einmal einen Hauch genauer. Er hatte verstanden, worum es hier ging. Sie sollten in diese Fabrik einsteigen und dieser auskundschaften, damit die Bruderschaft dann am entscheidenden Tag mit Wissen glänzen und dadurch einen Vorteil ziehen konnte. Das war nicht schwierig zu kapieren gewesen, ebenso wie es offensichtlich war, dass es eine wichtige Aufgabe war. Umso irritierender war die Auswahl der Leute für diese Mission. Ein mit viel zu viel Fantasie bestücktes Mannskind, ein ADHS geplagter Punk, ein fast stummer Anonymous-Verschnitt und ein… für sich selbst sparte Reggie sich eine Umschreibung. Selbstreflexion war noch nie seine Stärke gewesen. Aber: Er hätte doch eine etwas andere Konstellation auf den Weg geschickt. Reggie war sich nicht sicher, ob er dies bedenklich finden sollte…

Das klein Einhörnchen machte eigentlich keinen so schlechten Vorschlag. Wenn die Wachen sie nicht sehen konnten, war das auf jeden Fall schon einmal ein Vorteil und trug ohne Zweifel dazu bei, nicht einfach abgeknallt zu werden. Bevor Reggie dazu allerdings etwas sagen konnte, lenkte Levis Seufzen seine Aufmerksamkeit auf den Hacker. Der Einwand war berechtigt. Und herablassend. Reggie drehte dem Ältesten der Truppe daraus keinen Strick, auch, wenn so etwas sie ganz bestimmt nicht weiterbrachte. Aber wenn Levi ein ähnliches Gefühl bei dieser kleinen Ausflugsgruppe hatte wie er – und davon ging er fast aus –, dann konnte er es zumindest verstehen. „Von den Idioten nicht gesehen zu werden, ist trotzdem nicht schlecht“, warf Reggie dennoch ein, bevor er sich zum weiteren Vorgehen äußerte. „Ich komme ohne Probleme auf die andere Seite und kann das Tor öffnen.“ Sein Blick glitt zu dem Elektropokemon mit dem in dieser Hinsicht völlig falsch anmutenden grünen Irokesen. „Und Sparky hier hat doch bestimmt genug Power, um die Wachen außer Gefecht zu setzen.“ Das war nicht als Beleidigung gemeint. Reggie konnte sich nur einfach nicht den Namen merken, den Theo sich selbst gegeben hatte. Superpunk Elektroschocker… oder so ähnlich.

Hm... jetzt, wo er das gesagt hatte, schien die Konstellation ihrer kleinen Gruppe gar nicht mehr so sinnfrei...
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#4
Also... zusammengefasst, hatte man die Beiden, die voller Aufregung fast platzen könnten, wobei sich Graf Dracula, mit ein wenig Musik ablenkte, bei der sich bei Teddy gerade die Fussnägel nach oben rollten. Zum Glück konnte man derlei Dinge leicht überspielen, während man Levi zuhörte. Teddy selbst zwar kein altere Hase, aber mitunter der gelassenste der drei Grünschnäbel, während er genüsslich einen billigen Proteinriegel in den Mund stopfte. Innerlich platzte auch vor Freude, allein wegen dem Gedanken, dass er sich heute richtig austoben dürfte. Und das ohne dass Levi dabei vielleicht die Hände über dem Kopf zusammenschlug. Dieser war auch immer empfindlich, was die Technik anging, vielleicht sollte er nicht immer den Kram in Reichweite eines grün haarigen Punks herumstehen lassen.
Und Teddy war wohl er der Mann fürs Grobe, als ein wahrer Denker. Solche Dinge überließ man doch lieber den drei schlauen Köpfen hier, wobei Levi mit seiner monotonen Stimme wohl das typische Sinnbild eines waschechten Gecks war? Es war schwer dieser monotone Stimme bis zum Ende zu folgen, ehe sich endlich die menschliche Rauchwolke AKA Smokey einmischte und einen guten Vorschlag machte. Nur bei dem Titel Sparke hatte Teddy noch nicht ganz mitgeschnitten, dass er gemeint war und hätte Regie ihn nicht direkt angesehen, hätte er es auch jetzt noch nicht verstanden. " Hey, nenn mich nich so, is ganz dünnes Eis, aber Synapsenfasching und Herzinfarkt... damit kann ich dienen. Nur muss mir einer von euch dreien dafür ein Happy Meal kaufen.... mit Apfelsticks udn Orangensaft !" Ansprüche, mit denen es ihm Bierernst war. Tattsächlich war diese Gruppierung ganz stimmig, wnen Levi die Rolle des Fremdenführers in dieser Fabrik übernahm. Der Mann hatte mit Hilfe seiner mitgeschleppten Technik nämlich den echten Durchblick. " Klingt doch passend... Wölkchen geht vorran, öffnet und die Türen, Levi lotst um uns die Kameras und für den Notfall stülpt unser Schmettering seine Gedanken nach Außen und ich lass die Funken fliegen. zusammengefasst , könnte man jetzt auch einfach loslegen, statt noch mehr Zeit zu vergeuden. Den letzten Happen vom Riegel in den Mund gestopft, war er eh nicht mehr in der Lage etwas Deutliches von sich zu geben...
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Alias: Unicorn Spezies: Mutant nicht registriert Alter: 23 Jahre Größe: 1.75m Zugehörigkeit: Brotherhood zum Steckbrief
#5
Peter versuchte, den ganzen Vorschlägen und Anweisungen zu folgen; und scheiterte grandios. Vor allem, weil sie sich teilweise widersprachen. Sollten er sie nun vor den Augen der Sicherheitsleute verbergen oder würde Pikachu sie mit einem Stromschlag außer Gefecht setzen, wenn sie ihnen über den Weg liefen? Sollte man die Kameras lahmlegen oder nur ihren Radius meiden? Das Einzige, was er wirklich verstanden hatte, war der Plan, dass Reggie sich in Rauch auflöste und ihnen von innen das Tor öffnete. Oder Wölkchen; was im Übrigen das nächste Problem darstellte.

"Könnten wir bei unseren richtigen oder Mutantennamen bleiben, bitte? Sonst weiß ich nicht, wann ich gemeint bin.", bat Peter und knibbelte nervös am Saum seiner Jacke herum. Er wollte nicht dumm und wie das schwächste Glied in der Kette wirken, aber er konnte es auch nicht ändern. Es war nunmal so, auch wenn seine Mutation durchaus mächtig und furchteinflößend sein konnte. "Aber ein Happy Meal nehm' ich auch. Und einen Milchshake!"

Er war zwar nicht ganz sicher, ob jetzt der richtige Zeitpunkt für diese Diskussion war, aber er hatte sich schon immer darauf verlassen, dass Andere diese Dinge besser einschätzen konnten. Also… hatten sie nun einen Plan? Etwas unschlüssig glitten die braunen, immer etwas abwesend wirkenden Augen von einem zum anderen, ehe sie sich auf einen hochbeinigen Hund mit lilafarbenem, glitzerndem Fell senkten. Man begegnete Peter nie ohne seinen imaginären Begleiter; nicht, dass ihm klar gewesen wäre, dass Sprinkles genauso imaginär war wie seine anderen Illusionen. Nein, er hielt das Wesen mit der fuchsartigen, schmalen Schnauze und den klugen Augen für einen Zauberhund.

"Sprinkles, Du bleibst hier und hältst Wache!" Der Hund legte den Kopf schief und nieste. "Keine Widerrede!"

Brav drehte sich das Geschöpf um 180°, sodass es mit dem Rücken zum Zaun stand und ließ sich auf den Hintern plumpsen. Nun sah er ein bisschen aus wie eine dieser Statuen am Eingang von asiatischen Tempeln. Zumal er zu einem Standbild erstarrte, sobald Peter seine Aufmerksamkeit woandershin lenkte.

"Dann können wir los. Reggie, machst Du uns bitte das Tor auf? Levi hat gesagt, wir müssen schnell sein wegen den Kameras."
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Alias: Tek, B.trinding & more Spezies: Mutant nicht registriert Alter: 34 Jahre Größe: 1.75m Zugehörigkeit: Brotherhood zum Steckbrief
#6
Nachdem sich Levi die meisten Überlebenschancen bei diesem Ausflug bereits gestrichen hatte, machte ihm Reggie doch wieder ein bisschen Hoffnung, dass sie es schaffen könnten - wenn auch nicht alle überleben müssten/würden/könnten. Vielleicht. Levi zweifelte nicht an den Mutationen jedes Einzelnen und sicherlich waren sie alle berechtigt hier, um an dieser Mission teilzunehmen - ansonsten wäre es wohl viel zu stark aufgeflogen, hätte man die Kinder in ein Selbstmordkommando geschickt. Das Problem war einfach nur die geistige Reife von dem einen… oder anderen Mitglied dieser Kette. Levi’s Blick richtete sich auf den zweitältesten, nickte ihm kurz, aber zustimmend zu. Nunja, bis die anderen Beiden zu reden begannen und seine gerade eben neu gewonnene Hoffnung, diesen Tag zu überleben, wieder auf ein kippendes Maß umleitete.

Levi verengte die Augen, als Peter darum bat bitte bei einem Namen zu bleiben. Ganz unrecht hatte er nicht, aber Levi wusste um seine geistigen Benachteiligungen. Man sah es ihm an. Dafür brauchte Levi keine Dokumente die das offensichtliche noch bestätigten. Doch als Pikachu begann von McDonalds zu reden, als er gerade einen Proteinriegel in sich reinspachtelte und Peter auch noch darauf einging, konnte sich Levi ein bedrücktes Einatmen nicht verkneifen. Levi fühlte sich nicht arrogant, auch wenn seine Außenwelt das vermutlich anders aufnehmen würde, aber er war realistisch (pessimistisch) genug, um die Lage hier wohl am besten Einschätzen zu können. Zwei Kinder, Reggie und er. Na hoffentlich hatten sie Beide (oder er selbst) die Bande unter Kontrolle.

»Ich kaufe euch euer Happy Meal, wenn wir da lebend rauskommen.« äußerte sich Levi nach dem ganzen Durcheinander von Einwänden und Plänen also zu Wort und sah von einem zum Nächsten, bis er einen kurzen Moment bei Reggie hängen blieb als wollte er ihn beschwören, dass die Kontrolle der Kinder die oberste Priorität hatte. »Peter. Du verwendest deine Illusionen, um uns ungesehen bis zum Tor zu bringen.« Sein Blick glitt kurz zu Sprinkles, dessen Anwesenheit er mehr als eine Bedrohung seines eigenen geistigen Zustandes betrachtete als eine wirkliche Unterstützung. Nur das der bunte Hund glücklicherweise “nur” eine Illusion war und keine veränderte Realität. Glück gehabt. Er wandte sich an Reggie. »Du machst uns die Tore von der anderen Seite auf und… Sparky?« Sein Mutantennamen war einfach zu lang. »Wenn wir an den Toren angekommen sind, möchte ich, dass du die Wachen dort außer gefecht setzt. Ich werde mich um die Kameras kümmern.« Noch einmal zusammengefasst. Jetzt sollte alles klar sein, oder? »Also los!«

Levi hielt sein Smartphone in der Hand ohne darauf zu sehen, was er im Grunde auch gar nicht brauchte. Da er über das Smartphone mit der Umgebung vernetzt war - egal wie stark dieses auch gesichert war - brauchte er nichts anderes zu tun, als das Netz nach seinem Willen zu beugen. Natürlich hatte er es lieber wenn man davon ausging, dass er einen Bildschirm oder ähnliches für seine Mutation benötigte. Dadurch unterschätzte man ihn schneller, was ihm selbst wiederum in die Hände spielte. Levi folgte der Gruppe als Nachhut.
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#7
REGGIE AKA "SMOKEY" | 27 JAHRE | RAUCHERSCHAFFUNG UND -TRANSFORMATION

Reggie zuckte fast schon desinteressiert mit den Schultern. Wenn Theo so viel wert auf seinen Mutantennamen legte, dann hätte er sich was Griffigeres ausdenken müssen. Etwas, das man sich gut merken konnte. Dabei waren Namen nur Schall und Rauch – in seinem Fall tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes. Es war doch scheißegal, wie man hieß, sich nannte oder von anderen genannt wurde. Ein Name veränderte nicht, wer man war. Die beschissene Rose in diesem Theaterstück, bei dem dieses Liebespaar am Ende einen doppelten Suizid beging. Zu depressiv für Reggies Geschmack. Allerdings – so musste er zugeben – waren Namen ganz hilfreich, wenn man nicht über die Fähigkeit verfügte, zwischen den Zeilen zu lesen und soziale Interaktionen richtig zu deuten. Dass das nicht Peters Stärken waren, registrierte Reggie nicht erst durch die Bitte, die dieser äußerte. Seinetwegen. Und dennoch kam er nicht drumherum, die Augenbrauen ungläubig in die Höhe zu ziehen, als die beiden Jüngeren in der Gruppe anfingen, von einem Happy Meal zu schwafeln. Wow. Einfach nur wow.

Reggie drehte sich von der Gruppe weg, um noch einmal für sich selbst darüber nachzudenken, ob seine Schlussfolgerung, dass ihre Zusammenstellung doch nicht so verkehrt war, doch nur ein Trugschluss gewesen war, während Levi sich die Blöße gab und auf die Happy Meal Forderung einging – zusammen mit der Zusammenfassung des Plans, den Reggie bereits geäußert hatte. Ansatzweise. Levi formulierte das tatsächlich geordneter.
Kurz fiel sein Blick auf den Fantasiehund, der zu Peter Füßen stand, als er sich der kleinen Gruppe wieder zuwandte – und entschied sich dafür, nicht all zu viel über diesen nachzudenken. So, wie er es bisher auch gehandhabt hatte. Peters Fähigkeiten waren sowieso der totale Hirnfuck. Ein Wunder eigentlich, dass der Kleine nicht die gesamte Welt in eine kunterbunte Glücksbärchi-Welt verwandelte, in der selbst Pädophile nach zwei Tagen vor lauter Glitzer und quietschbunten Farben wahnsinnig werden würden. Klar, die Reichweite… das war bei solchen Fähigkeiten ja immer das Problem. Auch, wenn es dieses Gerücht gab, dass es irgendwo eine Maschine geben sollte, die mutantische Fähigkeiten um ein Vielfaches verstärkte. Wahrscheinlich war dies aber auch nur ein Ammenmärchen, um die Angst vor und die Ablehnung von Mutanten anzustacheln. Typische Propaganda. Dann doch lieber Anarchie.

Nun ging es aber wohl los. Die Gruppe setzte sich in Bewegung, näherte sich dem Zaun, der eher an ein Hochsicherheitsgefängnis als an eine Fabrik erinnerte, während Peter hoffentlich bereits dabei war, sie zumindest vor dem menschlichen Auge abzuschirmen. Reggie knackste mit den Fingern, während er an den beiden übermütigen Jüngeren vorbeidrängte, um in Vorleistung zu treten. „Gebt mir fünf Sekunden“, meinte er, als sie nur noch wenige Meter von dem Tor trennten – und im nächsten Moment löste sich der Körper des Mutanten samt aller Klamotten und Habseligkeiten, die er bei sich trug, in eine graue Rauchwolke auf, die sich jedem Windstoß zum Trotz nicht nur durch die Gitter, sondern vor allem auch durch die drei Schlösser drängte, die das Tor fest verschlossen hielten. Eigentlich kein schlechter Schachzug dieser Rassisten, das Tor nicht mit einem elektronischen System zu bedienen. Es gab zu viele Hacker – Levi war der beste Beweis dafür. Allerdings hatten sie wohl nicht mit Mutanten gerechnet, die Reggies Fähigkeit besaßen. Reggie hatte nur wenig Ahnung von Physik, aber seine Fähigkeiten hatte er unter Kontrolle und konnte die Dichte seines Zustands so verändern, dass er fürs Schlösserknacken keinen Dietrich benötigte.
Das Tor sprang auf, bevor sich Reggie auf der anderen Seite des Metalls wieder manifestierte. „Hereinspaziert“, schob er das Tor noch ein Stück mehr auf – und stupste Theo dann leicht am Oberarm an, um ihn darauf aufmerksam zu machen, dass sich einer der Wachleute näherte, der gerade seine Runde ging. Mit einem beschissen großen Hund. Na toll.
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Alias: Spezies: Alter: Größe: Zugehörigkeit: Kein Stecki-Link!
#8
Guter Plan, wenn man selbst keinen Plan mitbringen musste. Theo war froh von so vielen schlauen Köpfen umgehen zu sein. Nicht dass man es ablehnte selbst zu denken, aber das machte es einfacher. Und das, obwohl man eigentlich eine eher rebellische Seite an sich hatte. Manchmal war es eben besser, die Dinge nicht selbst in die Hand nehmen zu müssen, zumindest solange es um die Planung eines erfolgreichen Überfall ging.
Das Einzige was ihm gerade ein wenig aufstieß, war dass sich keiner dieser Schlauermeier seinen Namen gemerkte, Sparky war doch eindeutig der Name für einen Hund..? Theo biss sich sich auf die Unterlippe, grunzte nur genervt und nickte, ehe er den anderen folgen würde. Die Aussicht auf ein Happy Meal milderte den Ärger, den er sich deshalb machen würde. Außerdem konnte er heute seine Kräfte nutzen, ohne dass man irgendwen damit störte, oder etwas kaputt machen konnte, was ohnehin nicht Kaputt gemacht werden sollte. Rauche öffnete der kleinen Truppe Tor und Türen, als nebenbei eine unerwartete Störung auf den Plan trat, Er hatte die Schritte auch schon gehört. Zeit zu handeln. Wobei er auch hofft, dass sich irgendwer um den Köter kümmern würde. Man hatte zwar kein Herz für Menschen, aber Tieren etwas zu leide tun, brachte selbst Pikachu nicht übers Herz...
Nur in solchen Momenten war Mitleid unangebracht, oder? Pikachu rauschte Förmlich Hund und Wachmann entgegen nur um eine seiner Hände mit Schmackes gegen die Stirn des Mannes zu klatschen, worauf dieser förmlich den Zitteraal machte und zuckend zu boden sank. Beim Hund dagegen war er wesentlich sanfter, wobei das sich das Tier ein leises winseln nicht verkneifen konnte, sobald der erste Stromschlag durch den befellten Körper zuckte.

Dafür das Theo sonst mit dem Kopf durch die Wand wollte, war er in diesem Fall erstaunlich präzise gewesen, denn Wachmann und Hund atmeten noch. Man musste die beiden ersten Opfer des Überfalls nur noch ein wenig aus dem Weg räumen, bevor irgendwer sie bemerken würde. Hoffentlich half eine der Ladies, damit es schneller ging und man möglichst schneller auch wieder zum eigentlich Plan kommen konnte. Wobei sich Theo kurz noch dabei ertappte, wie er dem Hund behutsam über den Kopf streichelte. Irgendwie tat es ihm ja leid, aber in diesem Fallw ar das einfach notwendig gewesen. Bevor es jedoch weiterging, würde er sich bei der Wache wenigstens noch das Funkgerät mopsen und es Levi in die Hand drücken. Der w+ürde schon wissen, was damit zu tun ist. Es konnte nicht schaden, den Funkverkehr abzuhorchen, um zu wissen, welche Probleme nahen könnten.
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Alias: Unicorn Spezies: Mutant nicht registriert Alter: 23 Jahre Größe: 1.75m Zugehörigkeit: Brotherhood zum Steckbrief
#9
Eine Illusion ließ sie vor etwaigen, neugierigen Blicken verschwinden. Ließ das Gras, das sie mit ihren Schritten nieder trampelten, unberührt wirken und das Rascheln ungehört. Nur nicht unbemerkt von Kameras, aber darum musste Levi sich kümmern. Reggie verwandelte sich in Rauch, der durch die Schlösser waberte und sie dabei irgendwie öffnete. Peter musste das nicht verstehen, er musste sich darauf konzentrieren, keine Fehler zu machen. Und nicht an das Happy Meal zu denken, das Levi ihnen versprochen hatte. Sie betraten das Gelände und wie auf Bestellung kam ihnen ein Sicherheitsmann mit einem Wachhund entgegen. Peter presste die Lippen aufeinander. Er war ziemlich sicher, dass sie immer noch unsichtbar waren. Aber Tiere waren schwer zu täuschen, weil Peter nicht wissen konnte, was genau sie mit ihren Sinnen wahrnahmen, und dementsprechend nicht gegensteuern konnte.

Er wollte seine Begleiter gerade flüsternd auf diesen Umstand aufmerksam machen, als Pikachu dem Wachmann auch schon entgegen eilte. Er presste eine Hand auf die Stirn des Mannes wie in diesen gruseligen Exorzismus Filmen und der fiel zuckend zu Boden. Vor Schreck entfuhr Peter ein kurzer, spitzer Aufschrei und die Illusion bröckelte, ehe er die Hände vor den Mund presste. Auch der Hund wurde mit einem Stromschlag außer Gefecht gesetzt. Zögerlich folgte der 23-Jährige zum Ort des Geschehens und sah runter zu dem Wachmann, dem Pikachu gerade das Funkgerät abnahm.

"Ist er… tot?" Und der Hund auch? Peter wurde schlagartig klar, dass das hier mehr war als ein Abenteuer mit dem Reiz des Verbotenen. Hier stiegen nicht eine Handvoll Teenager in ein angebliches Spukhaus ein und fühlten sich dabei wie die Scooby Gang. Das hier war gefährlich und Menschen konnten sterben. Er wollte nicht, dass jemand starb. Nicht mal die bösen Menschen, die diese Roboter gegen Mutanten bauten. "Ich… Ich wusste nicht, dass wir den Leuten hier wehtun. Ich dachte, wir sollten nur spionieren."

Wie war das noch gleich mit dem schwächsten Glied in der Kette? Der junge Mutant schluckte. Vielleicht mussten sie ja niemandem mehr wehtun, wenn sie nur schnell genug am Ziel und dann wieder verschwunden waren. Die braunen Augen suchten Levi.

"Kannst Du die Maschinen fragen, wo wir hinmüssen?"
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Alias: Tek, B.trinding & more Spezies: Mutant nicht registriert Alter: 34 Jahre Größe: 1.75m Zugehörigkeit: Brotherhood zum Steckbrief
#10
Levi war nicht der geborene Anführer, auch wenn es ihm nicht an dem Know-How mangelte, welches es dafür bedurfte. Wäre er nicht in diesen Pool von einem wirren “Kleinkinder”-Haufen geraten, hätte sich Levi auch viel lieber vor seine Computer verkrochen und von dort aus seine (und auch Orwells) krummen Geschäfte weiter observiert. Nun aber sah er sich gezwungen die Leitung zu übernehmen. Zu seinem Glück war aber noch Reggie da, der zumindest von seinen Talenten abgesehen, doch noch mehr Führung und Köpfchen mitbrachte, sodass sie sich auch locker in Zweiergruppen splitten konnte, sollte etwas schief gehen.

Reggie vollendete seine Aufgabe wie erwartet: gewissenhaft und schnell. Die Kameras der Umgebung spielten immer wieder das gleiche Bild, welches er noch vor wenigen Augenblicke aufgenommen und darübergelegt hatte, sodass man sie nicht sehen konnte. Diese Methode erregte weniger Aufmerksamkeit als das plötzliche schwarze Bild welches aufflackernde oder das Abdrehen einer stationären Kameraeinheit. Das Tor sprang auf, doch noch waren sie nicht gänzlich in die Fabrik vorgedrungen. Levi hob seinen Blick von der Berührung Reggies an Sparkys Arm, als dieser ihn auf den Sicherheitsmann aufmerksam machte und zumindest der große Hund bemerkte die Eindringlinge nur allzu schnell. Der Hund riss an der Leine, zog den Menschen mit sich und riss diesen wiederum aus den Gedanken. Fast mechanisch griff dieser nach dem Funkgerät, sprach jedoch keine Warnung mehr hinein - sah das Übel nicht einmal kommen, als Sparky wie ein geölter Blitz auf Beide zueilte und ihnen einen ordentlichen Schock versetzte und sie beide zusammen sacken ließ. Levi versuchte eisern die Gegebenheit zu verdrängen, dass der wandelnde Strommast das Tier streichelte, welches sie gerade eben noch zerfleischen wollte, aber so gänzlich wollte das Bild nicht aus seinem Kopf verschwinden. Stirnrunzelnd versuchte er den aufkommenden Kopfschmerz seiner Sorgen zu vertreiben, den er gerade eben erst in seinem Anfall von Adrenalin bekämpft hatte. Mist.

Fast schon widerwillig nahm Levi das Funkgerät in die Hand, betrachtete dieses einen Moment das Gerät und gab es dann weiter an Reggie. Er hatte eine Hand bereits mit seinem Smartphone belegt - eine weitere Hand dem Funkgerät zu opfern wäre eine zu viel gewesen. Levi sah zu Peter, dessen Labilität den ganzen Plan gefährden ließ. Funktionierte die Illusion noch? Als Teil eben jener konnte er die Veränderung nicht erkennen - ebenso wenig, als wäre diese gänzlich verschwunden. Fuck. »Beruhig dich.« Eine gewisse Ernsthaftigkeit und Sorge hatte sich in seine sonst so monotone, unbeteiligte Stimme geschlichen. »Er schläft nur, kein Grund zur Sorge. Wirkt die Illusion noch?« raunte er Peter entgegen und musste in einem Anfall von Kontrollsucht überprüfen, ob der Aufschrei den Wachen aufgefallen war. Doch es blieb ruhig. Vorerst.

Levi’s Mundwinkel zuckten bei der Aussage Peter’s hin. Die Ausdrucksweise war doch ziemlich… kindlich. Vielleicht sogar realitätsfern. Er wusste nicht, ob er lachen oder weinen sollte. »Wir müssen über das Gelände auf die andere Seite. An der Ostseite befindet sich ein Nebeneingang, der deutlich weniger bewacht wird als der Haupteingang selbst. Die zwei Wachen davor sollten kein Problem sein, aber dahinter patrouillieren vier weitere und wir müssen zunächst hineingelangen, damit wir sie ausschalten können.« ‘Bitte keine weiteren Schreie’, dachte sich Levi nur während seinen Instruktionen.
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#11
REGGIE AKA "SMOKEY" | 27 JAHRE | RAUCHERSCHAFFUNG UND -TRANSFORMATION

Der unerwartete, spitze Aufschrei ließ Reggie zusammenzucken und brachte ihn dazu, seinen Blick von dem elektrisierten Wachmann und Hund loszureißen und auf die hagere Gestalt Peters zu lenken. “Spinnst du?”, war es wohl vorrangig der eigene Schreck über dieses verräterische Geräusch, der den Blondierten dazu zwang, den Jüngeren von der Seite ungehalten anzuzischen. Eine Kurzschlussreaktion, die Reggie vielleicht nicht leid tat - er hatte wirklich keinen Bock, einkassiert zu werden, weil Peter seine Nerven nicht im Griff hatte - die er aber aus reiner Vernunft kurz darauf wieder zu korrigieren versuchte: “Du musst leise sein. Sonst schnappen sie uns.” Er hatte keinen blassen Schimmer, was Peter passiert war und welche Leitungen in seinem Gehirn falsch verdrahtet waren, dass er sich wie ein Grundschüler verhielt, aber wenn er durchdrehte, dann waren sie alle gefickt - also versuchte Reggie seine Samthandschuhe auszupacken; denn der Punkt des Desinteresses war schon längst überschritten. Und einmal mehr fragte er sich, wie viel Wahrheit in seiner Vermutung, dass dies hier eine Suicide Mission war, tatsächlich steckte…

Wortlos nahm Reggie das Funkgerät von Levi entgegen - und verkniff es sich, das Gerät an Peter weiterzugeben, um diesem absurden Ringelreihen den gebührenden Witz zu verleihen. Stattdessen klemmte er sich das Gerät an eine seiner Taschen an seiner Lederjacke. Grundsätzlich hatte er ja kein Problem damit, den Packesel für Diebesgut zu spielen. Es war nicht das erste Mal, dass er diese Aufgabe übernahm; nur, dass es noch nie so etwas wertloses gewesen war. Rein am materiellen Wert bemessen. Der Nutzen für ihre kleine Gruppe lag dann doch etwas über der Kategorie Wertlos.
Reggie schob die Hände in seine Jackentaschen, während Levi ihnen erklärte, welcher der beste Weg ins Innere war. “Durch die Tür zu kommen, ist kein Problem”, machte er deutlich, dass er den Trick, den er bereits beim Tor angewandt hatte, auch ein zweites Mal vollführen konnte. “Und Synapsenfasching kann bei den beiden Wachen vor der Tür doch bestimmt auch noch einmal den Elektroschocker spielen, oder?” Der fragende Blick in Richtung Theo war nur pro forma. Wenn sie hier irgendetwas herausfinden und dabei unbeschadet wieder nach Hause kommen wollten, dann hatten sie schließlich keine andere Wahl, als ihre Fähigkeiten entsprechend ihrer Stärken einzusetzen. Und hatte irgendeiner von ihnen wirklich Bedenken, sie gegen Leute anzuwenden, die für eine Firma arbeiteten, die sich der Eliminierung ihresgleichen verschrieben hatte?! … Naja, abgesehen von Peter vielleicht.

Nachdem Peter - dank Levi - noch einmal kontrolliert hatte, dass seine Illusion noch so funktionierte wie sie sollte, begab sich die Gruppe geschlossen zur Ostseite des Geländes. An einer Gebäudeecke blieben sie stehen, konnten von dort aus gut die beiden Wachen sehen, die vor der angesprochenen Tür standen und sich wahrscheinlich über irgendwelchen unsinnigen Kram unterhielten, während sie nicht davon ausgingen, dass irgendetwas geschah, das ihre in der Jobbeschreibung angesprochenen Dienste und Fähigkeiten brauchte. Immerhin war das Gelände superduper abgesichert. “Dein Auftritt”, blickte Reggie zu Theo. Warum auch ein Vorgehen ändern, dass schon einmal funktioniert hatte?
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Alias: Unicorn Spezies: Mutant nicht registriert Alter: 23 Jahre Größe: 1.75m Zugehörigkeit: Brotherhood zum Steckbrief
#12
"Tut mir leid.", erwiderte Peter fast automatisch, als Reggie ihn anfuhr.

Er verstand ja, dass sie leise sein mussten, aber der Angriff war so plötzlich und für Peter überraschend gekommen, dass er sich einfach erschrocken hatte. Doch Reggie hatte Recht, er musste sich zusammenreißen. Der junge Mann atmete tief durch, was nur deshalb nicht in Hyperventilation ausartete, weil Levi ihm beruhigend zuredete. Okay, ja, sie schliefen nur. Diese Wahrheit, ob nun echt oder nicht, konnte er akzeptieren. Er war ja ohnehin geübt darin, sich seine eigene rosarote Realität zusammen zu zimmern.

"Ähm, ich glaube, ihr wisst besser als ich, ob die Illusion noch hält… Aber ja, wir müssten noch unsichtbar sein." Zumindest wurde noch kein ohrenbetäubender Alarm ausgelöst und keine weiteren Wachleute kamen wie aufgescheuchte Hühner auf sie zugerannt. Levi gab das Funkgerät an Reggie weiter und erklärte die nächsten Schritte. Ein Seiteneingang, der weniger bewacht war; aber eben nicht unbewacht. "Du kannst sie wieder… schlafen schicken, nicht wahr?"

Theodore zuckte nur mit den Schultern und nickte dann wortlos. Er würde bestimmt nicht klarstellen, dass der Typ nicht einfach nur schlief, nachdem der Langhaarige so ausgetickt war. Sie machten sich auf, das Gelände zu überqueren, und Peter ging kurz in die Hocke, um den am Boden liegenden Hund zu streicheln, ehe er den Anderen folgte. Ohne größere Probleme und verborgen vor neugierigen Blicken kamen sie am Nebeneingang an. Diesmal kam Pikachus Einsatz nicht so unerwartet und Peter behielt die Fassung, als die Wachleute zusammen sackten. Reggie öffnete ihnen erneut die Tür und sie betraten leise das Gebäude. Es lag in relativer Dunkelheit und die Wachleute saßen in einiger Entfernung um einen Tisch herum und spielten Karten. Noch hatten sie die Eindringlinge nicht bemerkt und hatten auch keinen Grund für erhöhte Alarmbereitschaft.

"Ich kann nicht alle gleichzeitig ausschalten.", zischte Theodore. Zumindest nicht, ohne dass Schüsse fielen und Chaos ausbrach. Peter nickte kurz und sein Blick wurde ein bisschen glasig abwesend, als er einen der Wachleute ansah. Aus dessen Halsschlagader schoss plötzlich ein Schwall Blut, ohne dass ein Schuss gefallen wäre oder es irgendeinen anderen Angriff gegeben hätte. Die rote Flüssigkeit ergoss sich über das Kartenspiel, während die Anderen aufsprangen und sich panisch um ihren vermeintlich sterbenden Kollegen kümmerten. Einer gab einen Funkspruch durch, ein Anderer presste seine Jacke auf die nicht vorhandene Wunde. "Sie sind abgelenkt. Gehen wir!"

Peter lächelte selig. Niemand musste schlafen gehen.
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