Herzlich Willkommen im MEN AND MONSTERS – BEYOND REDEMPTION, einem privaten Marvel/DC RPG, das in einem eigenen Universum spielt. Auf Erde Z-3918 ist nichts unmöglich und das ist es, was vielen Angst macht. Aber es ist auch eine Chance, für jeden, der hier geboren wurde oder gestrandet ist. Ob Avengers, Justice League, X-Men oder Bruderschaft, jeder wird gebraucht. Insbesondere jetzt, da die amerikanische Regierung den unregistrierten Superhelden, Mutanten und Vigilanten den Kampf angesagt hat.


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Let me down slowly Oliver Queen
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You're not a clown, you're the entire circus.
Szenen-Informationen
Charaktere Oliver Queen » Marc Spector
Datum 05.11.2020
Ort Star City, Chinatown
Tageszeit nachts
Zusammenfassung Ein neuer selbsternannter Rächer in Star City? Nach ein paar Morden an Verbrechern steht fest, dass Arrow den fremden 'Vigilante' aufhalten will... (weiteres folgt)
Alias: Moon Knight Spezies: Meta nicht registriert Alter: 35 Jahre Größe: 1.74m Zugehörigkeit: - zum Steckbrief
#16
Steven schlug die Augen auf, als würde er aus einem langen, unzusammenhängenden Alptraum aufwachen, obwohl die Transformation nur einen buchstäblichen Wimpernschlag gedauert hatte. Er blickte in die erschrockenen und verwirrten Gesichter von Kindern. Jungen und Mädchen, vom Grundschulalter bis zu Teenagern, alle samt mit asiatischen Zügen. Sie krochen weg von ihm, was ihn in einer Art Automatismus beschwichtigend die Hände heben ließ. Mit ruckartigen Bewegungen sah Steven sich orientierungssuchend um und wäre fast rückwärts umgekippt, als ein dunkelgrün maskierter Mann scheinbar aus dem Nichts neben ihm auftauchte.

"Ahh! Wer… wer bist Du? Wo sind wir?", beantwortete er die Frage nach seiner Aufmachung mit ein paar Gegenfragen. Die Stimme des weißen Ritters hatte sich ebenso verändert wie sein Anzug. Sie war höher, nervöser, weniger abgeklärt. Und ein starker britischer Akzent hatte sich plötzlich manifestiert. Okay, wo sie waren, konnte er wahrscheinlich schlussfolgern. Hier gab es jede Menge Container und die Luft roch salzig und nach Brackwasser. Als wohl irgendein Hafen. Steven erinnerte sich an den Zettel, dessen Zeichen ihm wie ein Lageplan erschienen waren. Die Kinder… Ja, sie mussten sie wegbringen. "Deckung?! Wovor denn? Glaubst Du, wir werden angegriffen?"

Na toll, da hatte sich Marc ja genau zur rechten Zeit aus dem Staub gemacht! Bestand er sonst nicht immer darauf, gefährliche Situationen zu regeln? Er hätte ihn gerne gefragt, aber von dem nervigen Mitbewohner fehlte jede Spur. Also war Steven wohl auf sich gestellt. Und dass sie den Kindern helfen mussten, sah auch er.

"Aufsichtsgebäude? Ich hab' keine Ahnung, wovon Du redest, Kumpel. Wahrscheinlich verstehst Du das nicht – ich versteh's ehrlich gesagt selber nicht so richtig –, aber ich bin nicht derjenige, mit dem Du hergekommen bist. Ich hab' nur den Zettel gesehen…" Seine Worte fransten aus, weil er selber nicht so richtig wusste, was er eigentlich sagen wollte. Bei den Worten seines Gegenübers sah er wieder in den Container, in ängstliche Gesichter. Kurzentschlossen riss Steven sich die Maske vom Kopf und lächelte so beruhigend wie möglich. "Der Mann mit, äh, Pfeil und Bogen hat Recht. Wir bringen euch in Sicherheit. Also los, immer schön der Reihe nach… Wie beim Schulausflug, ja, so machen wir das jetzt…"

Steven trat ein paar Schritte zurück und forderte die Kinder mit einer wedelnden Handbewegung auf, ihm zu folgen. Zögernd verließen den ersten den Container.

"Ja, genau, so ist's richtig… Beeilung, aber nicht drängeln, okay?" Steven beugte sich dem Maskierten entgegen und senkte die Stimme. "Wo ist die Polizei? Das Jugendamt? Ihr habt sowas hier in Amerika, oder nicht?"
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Alias: Green Arrow Spezies: Mensch gesucht Alter: 32 Jahre Größe: 1,85m Zugehörigkeit: Team Arrow zum Steckbrief
#17
Hatte Moon Knight gerade noch schreckhafter über sein plötzliches Auftauchen reagiert als vorhin? Oder lag das nur daran, dass seine Sinne jetzt auch umso angespannter waren, weil er nicht nur mit Star Citys Vigilante rechnete, sondern eben auch mit Triaden?
Die nächste Frage war aber umso verwirrender. Wer er war? Na immer noch Arrow! Erkannte der andere jetzt ja wohl, wo er wieder näher bei ihm stand. Aber warum genau fragte er auch noch nach dem Ort? Und wieso klang er allgemein ganz anders? Ihm hatte doch wohl nicht entgehen können, dass hier jemand völlig anderes aufgetaucht war? Nein, never. Der Anzug hatte sich definitiv, wenn auch blitzartig, geändert und war nicht durch jemand Neues ersetzt worden…

Olivers Geduld war kurz vorm Zerreißen. „Wir sind immer noch in Triaden Gebiet!“ Dementsprechend könnte es notwendig werden Deckung zu geben, selbst wenn man die Feinde noch nicht sehen konnte. Wie genau hatte der Kerl einige Morde geschafft, wenn er so vorging?! Allgemein, dieses Verhalten hatte einfach nichts mehr mit dem zu tun, den mitzunehmen er sich eben noch durchgerungen hatte…
Der Anzugträger versuchte sich dann an einer Art Erklärung. Die es keinesfalls besser machte… Arrow funkelte ihn einen Moment lang einfach nur an, während es in seinem Kopf ratterte. „Du bist derjenige, mit dem Moon Knight die ganze Zeit gesprochen hat?“ Was zur Hölle ging hier ab? Dämonische Besessenheit? Aber das passte nicht unbedingt dazu das Böse auszumerzen. Außer um die Seelen schneller in die Hölle befördert zu kriegen… Nur wäre er dann nie losgezogen, um Kids zu retten. Und wer von den beiden wäre denn dann der Dämon?

Normalerweise hätte Arrow die Sache nun an Ort und Stelle abgebrochen und anderweitig geklärt. Das Problem war nur, dass sie hier einen Haufen verängstigter Kinder vor sich hatten. Die mussten sie unbedingt als Erstes in Sicherheit bringen…
Der ‚Neue‘ riss sich die Maske vom Kopf. Blitzschnell prägte Oliver sich die Gesichtszüge ein, setzte gleichzeitig ein wenig darauf, dass Jack weiterhin Satellitenbildaufnahmen machte und geistesgegenwärtig von Wärmebild zu Fotoaufnahmen wechselte. Unpassend zu seinen eigenen Motiven, zischte er dann jedoch: „Zieh die wieder an oder willst du, dass die Triaden dein wahres Ich finden?!“ Himmel, der hatte beim Vigilante Einmaleins aber auch echt nicht aufgepasst… (Und wieso genau sollte das Arrows Problem sein?)

Für die Gefangenen schien die ‚Schulausflugmethode‘ aber irgendwie zu funktionieren. Jedenfalls griffen sie sich an den Händen und reihten sich brav hinter dem Briten (?) auf. Den er gerade auch nicht für eine große Hilfe, sondern eher für ein weiteres verplantes Kind hielt...
Dann wurde er auch noch nach Polizei und Jugendamt gefragt. „Vielleicht hättest du die ganze Sache direkt denen überlassen sollen, die wissen, was sie tun“, konnte er es sich ungehalten nicht verkneifen. „Kannst du auch dem anderen ausrichten.“ Weil das hier, das war zunehmend… Chaos pur. Und mit denen, die wussten, was sie taten, meinte Oliver nicht unbedingt SCPD und Jugendamt.
„Hier lang.“ Arrow setzte sich ebenfalls in Bewegung, sicherheitshalber bereits einen Pfeil auf der Sehne. Vorm Schifffahrtsaufsichtsgebäude deutete er an, dass alle stehenbleiben sollten. „Wer auch immer da arbeitet, wird höchstwahrscheinlich von den Triaden geschmiert. Ich sorge dafür, dass wir reinkommen und es dort sicher für die Kinder ist.“ Erstmal zumindest. Bis er alles weitere geklärt hatte…

Arrows Blick glitt ein wenig zweifelnd über den anderen. „Kannst du mit diesen Sicheln umgehen?“ Nur für den Fall der Fälle, weil er ihn und die Kids kurz alleine lassen musste…
Er machte nochmal einen Schritt auf ihn zu. „Falls du das alles hier nur spielen solltest,… wirst du damit nicht sehr weit kommen.“ Oliver hasste es Situationen – und Personen – nicht richtig einschätzen zu können. Zwar konnte er recht gut auf seine Intuition bauen, aber das hier war viel zu verworren, als dass ihm das reichen würde. Vor allem aber musste er Kids retten, Triaden überführen und diesen Typen im Griff haben alles irgendwie parallel machen. Was keinesfalls funktionierte. Vielleicht… war immer mindestens zwei vom Team draußen – nicht nur als Backup im Bunker – doch besser. Nicht, dass er das so schnell zugeben würde…
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Alias: Moon Knight Spezies: Meta nicht registriert Alter: 35 Jahre Größe: 1.74m Zugehörigkeit: - zum Steckbrief
#18
"Äh… Ja? Nein… Vielleicht? Ich bin derjenige, der in dem komischen Geschreibsel einen Lageplan vermutet hat." Geredet hatte Marc – oder Moon Knight, wie der Unbekannte ihn nannte – wahrscheinlich auch mit Khonshu. Einfach weil das gruselige Vogelskelett immer in den unpassendsten Momenten dazwischen funkte. Aber er wollte nicht unbedingt in einer Klapse landen, weshalb er den Gott geflissentlich verschwieg. Steven sah sich zwischen den Containern um und legte fast automatisch eine mentale Draufsicht von der Stelle an, wo sie sich gerade befanden. Wenn man ständig irgendwo aufwachte und nicht wusste, wie man dorthin gekommen war, lernte man früher oder später, sich zu orientieren. "Und wie's aussieht, hatte ich Recht."

Zumindest hatten sie das Versteck gefunden und die Kinder befreit. Auch wenn sie wohl noch nicht in Sicherheit waren, weil sie erstmal begreifen mussten, dass diese beiden maskierten Clowns ihnen wirklich helfen wollten. Genau darum tat Steven, was er eben tat und zeigte sein Gesicht.

"Sie hatten Angst vor mir, weil ich aussehe wie ein snobistischer Bankräuber!", erwiderte der Mittdreißiger verständnislos. Da war es doch völlig egal, ob jemand seine Identität herausfand. Außerdem wusste er ja selber nicht hundertprozentig, wer er war. Also viel Erfolg beim Herausfinden dieser Identität. Steven nickte zustimmend und ohne jede Ironie. "Jap, das hätte ich. Und ja, das werde ich; wenn der gnädige Herr denn so gut ist, mir zuzuhören."

Er wollte nicht Khonshus Faust der Rache sein. Er hatte den Deal nicht gemacht, sondern Marc hatte ihn da mit hineingezogen. Die Kinder reihten sich zögerlich hinter ihm ein, um ihm zu folgen, und Steven wiederum folgte dem Maskierten. Immer wieder sah er über die Schulter nach den Kindern, um sicherzugehen, dass es ihnen gutging. Der Bogenschütze führte sie zu einem Gebäude und fragte nach den Sicheln.

"Ich, ähm, hab' die hier." Steven griff nach hinten unter den weißen Smoking und förderte zwei goldene, kurze Metallstäbe zutage. Sie wirkten wie eine abgehobene Mischung aus Schlagstock und dem Handwerkszeug eines Schlagzeugers. Kurz tänzelte er auf der Stelle und wedelte mit den Stöckchen in der Luft herum. "Keine Sorge, ich pass' schon auf, dass ihnen nichts zustößt. Aber beeil Dich vielleicht trotzdem ein bisschen, okay?"

Weil er natürlich schon zugeben musste, dass Marc der bessere Kämpfer war. Als sich der Bogenschütze scheinbar drohend näherte, trat Steven automatisch einen Schritt zurück. Bei seinen Worten aber verschränkte er pikiert die Arme.

"Ich weiß ja nicht, was Du so unter spielen verstehst, aber meinst Du nicht, dafür gäbe es bessere Gelegenheiten? Weniger gefährliche?" Steven seufzte und gestikulierte ausladend. "Hör zu, Kumpel, wir können darüber reden, sobald die Kinder in Sicherheit sind, okay? Ich werde alles erklären, so gut ich kann."
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Alias: Green Arrow Spezies: Mensch gesucht Alter: 32 Jahre Größe: 1,85m Zugehörigkeit: Team Arrow zum Steckbrief
#19
Oliver war kein Fan von ‚Vielleichts‘. Er bevorzugte klare Antworten. Die Frage war nur, ob der andere ihm die überhaupt geben könnte. Weil er sie scheinbar selbst nicht zu wissen schien. Das bedeutete also, dass derjenige, der sich gerade am Steuer befand, den anderen fast komplett unterdrückte? Außer er fragte um Rat? Moon Knight hatte eine spiegelnde Oberfläche gewollt, als er dann den Lageplan erkannt hatte…
Arrow bestätigte nicht nochmal, dass er damit richtig gelegen hatte oder bedankte sich gar dafür.

Nicht nur, weil der Kerl da schon den nächsten Unsinn fabrizierte. „Warum ziehst du dich dann auch so" - lächerlich - an?!“, konnte er es sich nicht so ganz verkneifen. Die Notwendigkeit eines Anzugs, inklusive Gesichtsverschleierung, verstand er natürlich. Aber dann doch eher den von Moon Knight vorhin und nicht… dieses Etwas da. Auch wenn er für die Kids trotzdem eher gruselig als wie eine modische Geschmacksverirrung rübergekommen sein musste…
Immerhin schien er mit ihm einer Meinung zu sein, was das Nicht-Einmischen betraf. Nur schien sein zweites Ich da nicht sonderlich viel drauf zu geben…

Der Vigilante betrachtete zweifelnd das Tänzchen, ehe er zu einem ernüchternden Fazit kam: „Wenn jemand auftaucht, schlag einfach Alarm.“ Was so viel hieß, wie dass Arrow nicht überzeugt war. Kein bisschen. Dem Typen mit den Sicheln hätte er da durchaus mehr zugetraut…
Der Vorteil daran war aber vielleicht, dass… dieser hier deutlich schneller Reden würde. Womöglich sogar ohne dazu gebracht werden zu müssen. Aber wüsste er auch alles?
Oliver schnaubte innerlich. Klar gab es weniger gefährliche Situationen um zu ‚Spielen‘. Aber der andere hatte nicht so gewirkt, als würde er sonderlich viel Angst vor Gefahren hegen…
„Ich bin nicht dein Kumpel… und wir werden sehen, ob du mir später noch etwas erklärst, falls bis dahin nicht wieder der andere am Steuer sitzt“, brummte er dann jedoch erstmal nur, ehe er sich abwandte und eins der Fenster als Einstieg nutzte.

Für zwei, drei Minuten hörte man gar nichts. Dann öffnete Arrow die Tür von innen. Eins der vorne stehenden Kinder machte große Augen. „Sie… schlafen nur.“ Naja, so halb. Die drei von der Schifffahrtsaufsicht waren eben betäubt. „Kommt rein.“ Er führte sie in einen Nebenraum, in dem sich vor allem Aktenschränke befanden. Aber eben auch keine Fenster, weshalb ihm das Kabuff am sichersten vorkam. Blöd nur, dass ein Mädchen anfing zu weinen, dass sie nicht schon wieder eingesperrt werden wollte.

Oliver ging vor ihr in die Hocke. Die Maske blieb auf, die Stimme verzerrt; was nicht gerade vertrauensfördernd war, selbst wenn er sich um Ruhe bemühte. „Hey. Wir wollen nur, dass ihr sicher seid bis eure Eltern euch abho…“ Verdammt. Ein Geräusch lenkte ihn ab, weshalb der Vigilante wieder auf die Beine sprang und das Kind zu dem anderen Erwachsenen – mh – schob, eine behandschuhte Hand kurz über dem Mund des Mädchens. Was es natürlich nur umso weinerlicher machte... „Sie müssen leise sein“, fluchte Oliver halblaut, ehe er sich wieder aus dem Raum und zum nächsten Fenster bewegte. Triaden. Noch hatten sie nichts bemerkt, sondern befanden sich auf dem Weg zu den Containern. Wovon sie einen gleich leer auffinden würden…
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Alias: Moon Knight Spezies: Meta nicht registriert Alter: 35 Jahre Größe: 1.74m Zugehörigkeit: - zum Steckbrief
#20
"Das ist… kompliziert.", war vermutlich eine Antwort, die auf 90 Prozent seines Lebens Anwendung finden könnte.

Aber ja, der Anzug war irgendwann einfach so passiert, als er die Kontrolle mitten in einem Kampf an sich gerissen hatte. Vielleicht war er das, was Steven sich unter einem Superhelden Kostüm vorstellte. Wichtig war nur, dass er die gleichen Funktionen aufwies wie Marcs mumienhafte Verschleierung. Und Steven war tatsächlich schon in den zweifelhaften Genuss gekommen, die heilenden Fähigkeiten zu testen. Sein Gegenüber schien nicht sonderlich viel Vertrauen in Stevens Kampfkünste zu haben, was er ihm nicht wirklich verübeln konnte.

"Okay, geht klar." Er konnte seine Erleichterung kaum verbergen, dass er doch nur Alarm schlagen sollte. Im Auffallen hatte er mehr Erfahrung als im Kämpfen. "Hey, sorry, das ist eine normale Anrede, wo ich herkomme. Aber ja, ich kann nicht direkt versprechen, dass ich Dir nachher noch was erklären kann."

Er konnte nur versuchen, Marc vom Steuer fernzuhalten, aber das gelang eben nicht immer. Steven wartete mit den Kindern draußen und sah sich nervös um. Die paar Minuten der Stille kamen ihm viel länger vor und er fragte sich schon, ob der Bogenschütze sie einfach im Stich gelassen hatte, als sich die Tür öffnete. Der Brite erblickte ein paar zusammen gesackte Körper und schluckte heftig.

"Klar, schlafen… Ist ja auch schon spät und so…", murmelte er eher zu sich selbst und folgte dem Maskierten in einen mit Aktenschränken vollgestopften, fensterlosen Raum. Eines der Mädchen wurde unruhig und nach einer kurzen, wohl beruhigend gemeinten Ansprache schob der Bogenschütze sie in seine Richtung. Steven hätte fast die Hand von ihrem Mund weggeschlagen, hätte der Bogenschütze sie nicht eh zurück gezogen. "Ja, ich hab's kapiert."

Steven ging vor der Kleinen in die Hocke und verwickelte sie in ein Gespräch, das dem verängstigten Verstand eine Ablenkung präsentierte. Ob sie Geschwister hatte. Welche Schulfächer sie am liebsten mochte und welche überhaupt nicht. Was sie am liebsten im Fernsehen sah. Was sie später mal werden wollte. Auch die anderen Kinder hörten zu und manche warfen ihre eigenen Antworten ein, obwohl sie gar nicht angesprochen waren. Die Teenager blieben still, beobachteten die Sache aber. Aber die Ruhe sollte täuschen…

Gebrüllte Befehle in einer Sprache, die Steven nicht verstand, voller Wut und Frustration, hallten draußen durch die Nacht. Schwere Schritte, von denen er nicht sagen konnte, ob sie sich näherten oder entfernten. Er erhob sich und legte einen Finger an die Lippen. Die Kinder nickten und beruhigten sich teilweise gegenseitig, während Steven den Raum verließ und sich zu seinem Begleiter begab.

"Was machen wir, wenn sie uns finden?", flüsterte er dem Grünen zu. Eine Frage, die sich wohl von selbst beantworten würde, denn im nächsten Moment öffnete sich die Tür zum Aufsichtsgebäude. Natürlich kamen die Triaden als Erstes hierher, wenn etwas mit den Containern nicht stimmte. Schließlich bezahlten sie die Angestellten hier, um einerseits die Klappe zu halten, aber auch, um ein Auge auf die Ware zu haben. Als die Chinesen ihre bewusstlosen Komplizen sahen, wurden weitere Befehle gebellt und Waffen in den Anschlag gebracht. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Triaden sie entdecken würden. "Okay, das wäre jetzt ein guter Moment, um zu übernehmen…"

Doch von Marc fehlte weiter jede Spur.
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Alias: Green Arrow Spezies: Mensch gesucht Alter: 32 Jahre Größe: 1,85m Zugehörigkeit: Team Arrow zum Steckbrief
#21
Yeah, kompliziert. Was war das schon nicht… Aber Oliver konnte es sich verkneifen genau das zu murmeln. Selbst wenn in seinem Leben in letzter Zeit fast gar nichts ‚normal‘ zuging… Und da war ein Typ mit mehreren Persönlichkeiten noch nicht mit eingerechnet… Jedenfalls schien diese Version von Moon Knight eher erleichtert darüber im Ernstfall nicht selbst – oder zumindest nicht alleine – kämpfen zu müssen.
„Und das wäre?“, hakte Arrow dann doch nochmal scheinbar irrelevant nach. Woher der andere ‚kam‘. Definitiv nicht aus Star City. Irgendwo aus England? War das wichtig? Naja, je nachdem, sollte er ihn etwas genauer nachverfolgen lassen wollen…

Mit Kindern in so gefährlichen Situationen festzustecken war immer in zweierlei Hinsicht nervenaufreibend. Weil sie sich zum einen noch schlechter kontrollieren konnten als Erwachsene und… Oliver sich dann auch noch noch verantwortlicher dafür fühlte, dass ihnen nichts passierte…
Sein momentaner partner in crime vigilante bekam die Schar dann aber doch recht gut abgelenkt. Was leider jedoch nur bedingt half. Oliver hatte ihm gerade erklären wollen, dass er mit den Kids hierbleiben sollte und Arrow den Triaden bei den Containern begegnen würde, da stürmten die auch schon zurück. Verdammt. Scheinbar hatten sie welche vorgeschickt…

Der Vigilante eilte die paar Schritte lautlos zurück, um die schwere Tür vor den Ex-Gefangenen zu schließen. Metall. Sollte auch ein paar Schüsse aushalten, wenn nicht gerade blind mit Maschinengewehren draufgehalten wurde…
Dann sah er wieder zum Anzugträger. Redete der mit ihm, dass er die Situation übernehmen sollte oder…? Oliver schloss zu ihm auf. Sie befanden sich nur noch einen Flur von den Angreifern entfernt… Die Stimme hielt er dabei deutlich gesenkt.
„Ich brauche Beweise, dass sie dahinter steckten. Sie wissen, dass Arrow sowas an die Justiz weitergibt. Also musst du sie dazu bringen. Das sollte eigentlich nicht schwer sein. Sie werden dich ziemlich direkt fragen, wo die Kinder sind. Versuch sie ein bisschen darüber zum Reden zu bringen. Ich nehme das auf.“ So weit, so einfach – aber vielleicht trotzdem nicht beruhigend für den Kerl hier. „Du wirst mich nicht sehen, aber ich behalt dich im Blick und werde dafür sorgen, dass sie dich nicht über den Haufen schießen und sie… allgemein ausschalten, bevor es brenzlig wird.“ Aka sobald er alles an Infos hatte, die er brauchte, damit der Kinderschmuggel demnächst ein Ende finden würde. Den Stimmen nach waren drei Leute im Gebäude, aber noch ein paar draußen. Erst überlegte er zuerst draußen aufzuräumen, aber besser… er behielt den anderen tatsächlich im Blick. „Da drüben liegt ein Mantel. Dann erkennen sie dich auch nicht sofort als den Angreifer von Chien Na Wei.“ Sondern eher als komischen Kauz, der hier herum stolperte und vermutlich etwas über den Verbleib der Kids wusste oder sie eben gar selbst rausgeholt hatte…
Ein wenig riskant war es schon. Ob die Triaden überhaupt fragten (und wenn, dann sicher nicht nett) oder lieber direkt schossen. Aber Aufnahmen mit freiwilligen Geständnissen ließen sich juristisch immer besser verwerten, als wenn jemand nur unter Folter etwas zugegeben hatte…
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Alias: Moon Knight Spezies: Meta nicht registriert Alter: 35 Jahre Größe: 1.74m Zugehörigkeit: - zum Steckbrief
#22
"Äh, London. England… In Europa.", antwortete Steven wohl ausführlicher als nötig.

Aber er hatte ja nun auch schon öfter gehört, dass Amerikaner nicht unbedingt die hellsten Kerzen auf der Torte waren; vor allem nicht, was Geographie anging. Da ging er lieber auf Nummer sicher. Im Grunde hätte sein Akzent ja schon ausreichen müssen, um seine Herkunft zumindest grob einzugrenzen. Jedenfalls hatte er das Kumpel (Mate) wirklich nicht böse gemeint. Nun hatten sie aber wirklich andere Probleme als Feinheiten der englischen Sprache. Der Maskierte schloss die schwere Eisentür, was sofort für Jammern und Schluchzen dahinter sorgte. Glücklicherweise drangen die Geräusche nur sehr gedämpft nach draußen. Doch selbst mit den Kindern aus der unmittelbaren Gefahrenzone waren ihre Probleme noch nicht gelöst. Die braunen Augen wurden bei den Worten seines Begleiters immer größer.

"Was? Sehe ich etwa aus wie James Bond?! Ich hab' keine Ahnung, wie man jemanden zum Reden bringt, Kum… Mister!", zischte Steven fassungslos. Überhaupt klang zum Reden bringen irgendwie nach Folter und beim bloßen Gedanken daran rollten sich ihm die Fußnägel hoch. Aber hatte er eine Wahl? Er musste irgendetwas tun, um die Kinder zu beschützen; und möglichst auch zukünftige Entführungen zu verhindern. Kämpfen war echt nicht seine Stärke und Marc machte sich immer noch rar. Also war das wohl die nächstbeste, schlechte Idee. Steven folgte dem Fingerzeig Richtung Mantel und verzog das Gesicht, als hätte er in eine Zitrone gebissen. "Na schön… Gott, das wird so nach hinten losgehen…"

Selbstvertrauen sah definitiv anders aus. Der Mittdreißiger schlüpfte in den Mantel und zog ihn so fest zu, dass man meinen könnte, er wäre darunter nackt. Ein letzter, unsicherer Blick traf den Bogenschützen, dann stolperte Steven den Triaden entgegen. Er konnte drei Individuen ausmachen, die noch damit beschäftigt waren, den Eingangsbereich zu durchsuchen.

"Heya…", kündigte Steven seine Anwesenheit an und riss die Hände in die Höhe, als Waffen auf ihn gerichtet wurden.

Weiß behandschuhte Hände, als wäre er ein Butler. Ob die Gangster dieses Detail bemerkten und die entsprechenden Rückschlüsse zogen oder ob sie einfach jedem so aggressiv begegnet wären, blieb unklar, doch Maschinenpistolen wurden klickend durchgeladen. Einer der Männer wandte sich herrisch in gebrochenem Englisch an Steven.

"Wo ist Ware?!" Steven schluckte und ohne dass er das bewusst gesteuert hätte, huschte sein Blick einmal suchend durch den Raum. "Ähm, welche Ware genau?"

Er sprach klar und deutlich, fast zu deutlich. So betont, dass es wie Improvisationstheater wirkte. Der Gangster zog nur kurz die Stirn kraus, dann folgten Worte auf Chinesisch, die sich mit 'Das ist eine Falle! Erschießt ihn!' übersetzen ließen.
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Alias: Green Arrow Spezies: Mensch gesucht Alter: 32 Jahre Größe: 1,85m Zugehörigkeit: Team Arrow zum Steckbrief
#23
Oliver wusste sehr wohl wo London lag. Auch wenn vermutlich nur wegen John… Das Mate hatte die britische Herkunft sowieso schon verraten, aber… womöglich reagierte er darauf im Moment etwas sensibel. Weil es mit so manch einem ‚Kumpel‘ nicht mehr so leicht war… Nichtsdestotrotz ging er auf Europa-London dementsprechend nicht mehr ein.
Moon Knight 2.0 schien sich dagegen herzlich wenig damit auszukennen Leute hinzuhalten und über Umwege an Geständnisse zu kommen. „Wir brauchen keinen Bond.“ Mal davon ab, dass Oliver diesen Agenten für herzlich unrealistisch hielt. Menschen gingen leider deutlich schneller drauf als die meisten Actionfilme einem weismachen wollten… Aber hier wollte er sowieso eher Verwirrung für die Triaden und weniger einen 007.

Ein wirklich gutes Gefühl hatte er dabei trotzdem nicht. Allein schon, weil der andere von vornherein mit der Einstellung ran ging, dass das nichts werden würde… Und als er dann den Triaden entgegen stolperte und gar nicht auffälliger unauffällig tun könnte, wusste Arrow auch warum…
Der Vigilante fluchte lautlos, ehe er einen Blendpfeil zwischen die Angreifer und Moon Butler schickte. Warnen konnte er den anderen leider nicht, weshalb er vermutlich nicht weniger geblendet wurde als die Triaden.
Oliver nutzte den Moment, um sich wieder neben ihn zu bewegen und ihn zurück um die Ecke des Gangs in Deckung zu ziehen. „Vielleicht will doch nochmal der andere zum Spielen rauskommen?“ Es war weniger eine ernst gemeinte Frage, als ein (in)direkter Hinweis, dass diese Version hier gerade echt wenig hilfreich war…

Dann wohl doch auf die altmodische Art… „Versteck dich. Und versuch einfach nicht erschossen zu werden.“ Damit wäre das Problem des ‚neuen‘ Vigilantes zwar auch gegessen, aber so funktionierte Oliver nicht…
„Ich räume von hinten her auf. Einen werde ich bis zu den Kids durchlassen. Absichtlich, okay? Also kein Grund für Heldentaten.“ Der ‚last man standing‘ würde die Ware schon nicht umbringen. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Arrow dadurch an überführendes Bildmaterial kam, weil der Triade die Kinder wieder mitnehmen wollte – eher er ihn dann schnappte und zu einer Aussage brachte – war so eben besser.
Damit bewegte er sich nun doch zum Fenster. Tja, wenn er von hinten aufräumen wollte, musste er erstmal mit denen draußen anfangen…
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Alias: Moon Knight Spezies: Meta nicht registriert Alter: 35 Jahre Größe: 1.74m Zugehörigkeit: - zum Steckbrief
#24
Die eben noch wegen der auf ihn gerichteten Waffen erhobenen Hände wurden reflexartig vor's Gesicht gerissen, als eine… Blendgranate (?) zwischen den Triaden und ihm explodierte. Steven kniff die Augen zu und doch tanzten schwarze Flecken vor rotem Hintergrund auf der Innenseite seiner Lider. Für einen Moment orientierungslos wusste er nicht, wo sich die Feinde befanden, und leistete zunächst Gegenwehr, als er aus der Schusslinie gezogen wurde. Doch auch wenn ihm der Anzug die reine Kraft verliehen hätte, sich keinen Millimeter von der Stelle zu rühren, Steven wusste nicht, was er tat oder wie das alles funktionierte. Darum hatte der Bogenschütze durchaus Recht…

"Ja, so funktioniert das leider nicht. Und ich weiß echt nicht, was los ist. Normalerweise kann er es gar nicht erwarten, zurück ans Steuer zu kommen." Das hatte Steven nun schon ein paar Mal schmerzlich erfahren, als er versucht hatte, Marc von weiteren Dummheiten – a.k.a Morden – abzuhalten. Aber diesmal war einfach Funkstille. Trotz der angespannten Lage versuchte er, sich an den genauen Moment zurück zu erinnern, als er aufgewacht war. Bei den Containern. Aber das war eine gefährliche Situation, wie sie sein Alter Ego schon hunderte Male erlebt haben musste; nichts Besonderes. Steven nickte nur geistesabwesend bei der Aufforderung, sich versteckt zu halten. "Ich bin eh nicht so der Typ für Heldentaten, aber das hast Du bestimmt schon mitbekommen."

Obwohl er sich dazwischen werfen würde, sollte den Kindern ein Haar gekrümmt werden. Aber soweit kam es hoffentlich nicht, wenn der Bogenschütze von hinten aufräumte. Steven schluckte bei der bloßen Vorstellung, dass hier Leute sterben würden; auch wenn die Triaden jetzt offensichtlich keine Unschuldslämmer waren. Sein Begleiter entfernte sich und nur Sekunden später hörte er Geschrei. Schüsse, hastende Schritte, das Surren von Pfeilen, kleine Explosionen. Es war schon ziemlich beeindruckend und dabei hatte er noch nicht mal Sichtkontakt.

"Steven Grant! Du musst Marc den Körper überlassen!" Steven zuckte heftig zusammen, als Khonshus Schnabel nur Zentimeter neben seinem Gesicht auftauchte. "Meine Güte, bei Dir hört man die Ausrufezeichen! Und ich weiß nicht, ob Du's mitbekommen hast, aber Marc hat sich verkrochen."

Es schien, als wollte der Gott etwas erwidern, doch dann überlegte er es sich anders und schnaubte nur. Und viel Zeit zum Nachhaken blieb auch nicht, da stolperte schon ein verwirrtes, aber unversehrtes Mitglied der Triaden dem Büro entgegen, in dem die Kinder warteten. Steven in seiner kauernden Position hinter einem Kopierer schien er gar nicht zu bemerken. Der Chinese riss die Bürotür auf, woraufhin eine Kakophonie panischer Schreie ertönte. Der Brite biss sich auf die Unterlippe. Keine Heldentaten…
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Alias: Green Arrow Spezies: Mensch gesucht Alter: 32 Jahre Größe: 1,85m Zugehörigkeit: Team Arrow zum Steckbrief
#25
Der andere wehrte sich ein wenig, aber darauf war Arrow vorbereitet. Es war nur eine natürliche Reaktion erstmal dagegenzuhalten, wenn man gerade orientierungslos war. Bei dem anderen Moon Knight hätte das womöglich nochmal differenzierter ausgesehen. Entweder er hätte schneller geschaltet und sich problemlos aus der Gefahrenzone befördern lassen – oder Oliver hätte noch eine der Sicheln abwehren müssen…
Wie auch immer, es sah nicht so aus, als würde er sich so schnell wieder zeigen. Aus Gründen, die sich auch seinem Gegenüber nicht so ganz zu erschließen schienen.
Der Vigilante schüttelte leicht den Kopf. Der Typ hier war nicht so für Heldentaten? „Vermutlich mehr als der andere.“ Klang unlogisch, war es für ihn aber. Weil der Brite hier trotz offensichtlicher Angst und Überforderung den Kindern helfen wollte, während Moon Knight… Nun, wer ein routinierter Killer war, mochte furchtloser erscheinen, aber das machte einen noch lange nicht zu einem Helden.

Arrow ließ ihn dennoch erstmal so stehen. Weil es einfacher für ihn war aufzuräumen, wenn er auf sonst niemanden achten musste… Und es funktionierte auch (erschreckend) befriedigend gut. Es war nicht so dass Oliver Spaß an Kämpfen hätte. Glücklicherweise war er auch diese höllische Blutdurst wieder los. Aber es gab eben doch jedes Mal, wenn die Feinde fielen ohne dass sie ihn auch mal erwischten, dieses Gefühl in ihm, das über die Wut hinaus ging. Er gab zu gerne nach und das war nicht gut…
Was dagegen gut war, war, dass alle bis auf einer ausgeschaltet wurden, aber noch lebten. Die einen würden sich schneller erholen, die anderen langsamer, aber letztendlich hatte jeder eine reelle Überlebenschance ohne ihnen hier noch gefährlich werden zu können.

Der Vigilante blieb auf Abstand, ließ den Triaden in dem Glauben entwischt zu sein. Er folgte lautlos, versperrte sich innerlich vor den Schreien der Kinder und aktivierte das Aufnahmegerät.
Der Mann brüllte auf Chinesisch, dass sie gefälligst mitkommen sollten, schimpfte in Rage über ihre Eltern und deren Schulden. Umso besser. Wer aufgewühlt war, verriet sich schneller.
Gerade als der Mafioso nach dem Arm eines der Kids greifen wollte, löste Arrow sich wieder aus den Schatten und ging dazwischen. Er pinnte den Mann kurzerhand mit einem Pfeil in der Schulter gegen eins der Regale, hielt sich selbst aber so dazwischen, dass die Kinder das Blut nicht sehen konnten.
„Ihr habt die Kinder entführt und wollt sie nach Gotham verkaufen. Bekenn dich dazu und gib mir die Namen aller Beteiligten.“ Der Chinese presste die Lippen aufeinander, sah ihn aus weit aufgerissenen Augen an, schüttelte aber den Kopf. Oliver drehte den Pfeil etwas in der Wunde, zischte gleichzeitig einem der Kids zu zurückzubleiben. Das war wirklich nichts, was sie sich ansehen sollten.

„Ich werde gar nichts sagen. Du wirst mich nicht umbringen. Sie schon.“ Der Nachteil daran, dass sich rumgesprochen hatte, dass Arrow nicht mehr tötete… Und zu erklären, dass er im Gefängnis sicher sein würde, zog auch nicht so ganz. Die Mafia hatte oft Verbindungen ins Gefängnis…
Nichtsdestotrotz hatte Oliver als Letzten jemanden ausgesucht, der schon im Kampf ausgewichen war. Den Feigling der Gruppe. Die redeten unter Druck am schnellsten… „Ich vielleicht nicht, aber du erinnerst dich an den Angreifer von Chien Na Wei?“ Die Augen des Mannes wurden noch größer. „Er ist nicht hier! Nicht auf deiner Seite!“ Ja, gut, vorhin hatte es so ausgesehen, als würden sie kämpfen… Und Oliver war sich auch nicht sicher, ob es glaubwürdiger werden würde, wenn die nicht so seriöse Moon Knight Version auftauchte und erklärte, dass er niemals wen töten würde…
Frustriert zog er also zunächst schlicht nochmal einen Pfeil aus dem Köcher, um ihn langsam, Stück für Stück, in die Seite des Chienesen zu bohren. Verdammt, das Geständnis würde mal wieder nur halb so valide werden wie gewünscht. Da würde er noch Nacharbeiten und Beweise besorgen müssen, damit Laurel damit vor Gericht durchkam… Und die Schreie des Mannes sorgten nur dafür, dass die Kinder ebenfalls immer verstörter wurden und die Ersten Richtung Tür rannten.
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