Herzlich Willkommen im MEN AND MONSTERS – BEYOND REDEMPTION, einem privaten Marvel/DC RPG, das in einem eigenen Universum spielt. Auf Erde Z-3918 ist nichts unmöglich und das ist es, was vielen Angst macht. Aber es ist auch eine Chance, für jeden, der hier geboren wurde oder gestrandet ist. Ob Avengers, Justice League, X-Men oder Bruderschaft, jeder wird gebraucht. Insbesondere jetzt, da die amerikanische Regierung den unregistrierten Superhelden, Mutanten und Vigilanten den Kampf angesagt hat.


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Falling too fast to prepare for this
Szenen-Informationen
Charaktere Layla Paige » Leo Hayes
Datum 01.10.2020
Ort Leos Wohnung
Tageszeit nachmittags
Zusammenfassung Kaylees Verschwinden lässt Layla keine Ruhe, weshalb sie Kays Bruder aufsucht.
Alias: Spezies: Mensch Alter: 29 Jahre Größe: 1,73m Zugehörigkeit: - zum Steckbrief
#1
Everybody circling, it's vulturous
Layla & Leo // Star City // 01.10.2020 // nachmittags // Leos Home

Working onto something that I'm proud of, out of the box
An epoxy to the world and the vision we've lost
I'm just a symbol to remind you that there's more to see
I'm just a product of the system, a catastrophe
And yet a masterpiece, and yet I'm half-diseased




Layla knüllte den vollgekritzelten und mehrfach durchgestrichenen Zettel zusammen und warf ihn elegant… einen halben Meter neben den Mülleimer. Wo mittlerweile vermutlich ein ganzer Haufen liegen würde, würden ihre nicht vorhandenen Wurfkünste sie nicht dazu verleiten jedes Mal aufzustehen, das Papier aufzuheben und nochmal in den Eimer zu pfeffern. Da immerhin mit etwas größerer Treffwahrscheinlichkeit…
Arbeiten lenkte sie heute trotzdem nicht so wirklich ab. Dabei war sie extra früh aufgestanden, um davor noch Laufen zu gehen. Aber auch das hatte nicht geholfen, um dieser inneren Unruhe Herr zu werden.

Einstein war dieses Mal schneller als sie. Der Beagle zerrupfte den Zettel zufrieden in seine Einzelteile. Keinen Respekt vor der Wissenschaft… Vielleicht hätte sie ihm doch einen anderen Namen geben sollen. „Okay, das bringt nichts“, gab sie sich dann leise murmelnd geschlagen. Vorhin hätte sie schon fast das Blut des einen Tatorts mit dem Wein eines anderen verwechselt. So kam sie im Büro auch echt nicht voran. Also… Feierabend.
Anstatt jedoch direkt Nachhause zu fahren, parkte sie den Chevy Bel Air vor einem anderen Wohnkomplex. Ihr Blick glitt fragend zu dem Rüden auf dem Beifahrersitz. „Bist du dir sicher, dass das eine gute Idee ist?“ Einstein freute sich. Über die Ansprache. Layla nahm das mal als ein Ja – und den Hund dann doch lieber mit raus. Weil… Hunde eine wunderbare Kommunikationsbasis boten, wenn keiner wusste, was man sagen sollte. Auch wenn sie ehrlich gesagt keine Ahnung hatte, ob Leo Hunde überhaupt mochte. Kaylees ältester Bruder hatte einen, oder? Vielleicht war der auch nur mal zur Pflege gewesen...

Wie auch immer, sie wollte vielleicht auch einfach nicht alleine hier auftauchen. Vielleicht auch besser gar nicht? Im Flur hielt sie dementsprechend nochmal inne. „Lass uns doch lieber Nachhause fa… Einstein!“ Der Beagle war schnurstracks zu einer Wohnungstür gerannt. Arghs. Ob er wahrgenommen hatte, dass Kaylee dort manchmal zu Besuch gewesen war?
Die Blonde folgte ihm. Irgendwo klang es, als wäre etwas scheppernd zu Bruch gegangen. Layla zuckte zusammen. Dabei war das doch gar keine sooo heruntergekommene – aka asoziale - Wohngegend… Vielleicht nur ein heruntergefallener Teller...

Sie beugte sich runter, um nach dem Halsband des Hundes zu greifen. Die ganze Idee war blöd gewesen. Klar, er war Kaylees Bruder, aber… ob er wirklich mehr wusste? Oder war da einfach nur der Drang in ihr ihre Unsicherheiten Kays ‚Verschwinden‘ betreffend mit irgendwem zu teilen? Sie kannte Leo doch nicht mal wirklich! Außer dass sie ihn eben hin und wieder in der Wache sah, obwohl die Jungs von der Spezialeinheit meist unter sich blieben. Aber manchmal glaubte sie sogar, dass er ihr beiläufig zunickte, weil… er sie eben doch irgendwie als Kays BF zuordnete? Das spielte doch gerade - immer! - allgemein alles gar keine Rolle!
Vielleicht war er auch gar nicht Zuhause. Sie kannte sich mit den Schichten der Spezialeinheit nicht aus...

Layla war drauf und dran Einstein einfach wieder wegzuschleifen, als sich die Tür öffnete. Verflucht, er musste das Kratzen und Winseln des Hundes gehört haben. „Heeeey, Kollege!“, entfuhr es ihr mit schnell aufgesetztem breiten Lächeln überrascht. Und dämlich. Wer begrüßte sich schon mit Kollege?! Außerdem, wieso fühlte sie sich ertappt, obwohl sie doch eigentlich absichtlich hier war? „Ich… äh… Einstein ist hier her…“ Layla stockte. Klar, der Hund war zufällig in diesem Gebäude gelandet, weil sie das Auto grundlos davor geparkt und ihn rausgelassen hatte…
Sie straffte die Schultern und gab sich dann einen Ruck. „Leo-pold…“ Narf, nur weil Kaylee immer von Leo sprach, hieß das ja nicht, dass sie ihn auch so nennen durfte… „Können wir… reden? Also… wenn du mal Zeit hast?“ Sie befeuchtete kurz ihre Lippen, ein wenig auf der Stelle tretend. „Jetzt, zum Beispiel?“

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Alias: Spezies: Mensch Alter: 31 Jahre Größe: 1,80 Zugehörigkeit: - zum Steckbrief
#2
“Ciar, wenn du das hier abhörst, dann…“ - “BEEP. Die Mailbox ihres Gesprächspartners ist voll. Es ist nicht mehr möglich diese Nachricht zu speichern.“ Seine Augenbrauen zogen sich verärgert zusammen, bevor er das Handy auf den Sessel donnerte. “FUCK!“ Das konnte doch echt nicht wahr sein! Seine Laune war nun schon einige Zeit im Keller, was seine Kollegen vom SWAT durchaus bemerkt haben dürften. Und jetzt kratzte und winselte auch noch irgendein Hund vor seiner Tür. Was zum Teufel?! Wenn das dieser dumme Chihuahua von der vierten Etage war, der ihm schon mal vor die Tür gepisst hatte, dann…!

Leo riss die Tür auf und blickte auf Einstein runter und dann in Laylas Gesicht. Kein Chihuahua und nicht die alte Lady aus der Vierten. “Hallo Kollegin, antwortete er mit gerunzelter Stirn. Was wollte Kaylees’s beste Freundin hin? “Ist ja echt ein Einstein wenn er den ganzen Weg allein hierher gefunden hat.“ Klang für ihn eher unrealistisch. Außer der Hund konnte Straßenschilder und Adressen lesen. “Leo“, korrigierte er sie direkt. “Klar, wenn dein Hund schon hier her gefunden hat und du zufällig ohnehin mit mir reden wolltest…“, sagte er nüchtern und ließ die Tür auf, als er sich abwendete, um ins Wohnzimmer zu gehen. “Du kannst rein kommen, falls das nicht deutlich genug war.“ Er wusste ja durchaus, dass sie manchmal einen Wink mit dem Zaunpfahl brauchte.

Seine Wohnung war wenig personalisiert eingerichtet. Eher minimalistisch und funktional. “Ich habe auch nichts von Kay gehört, falls du das fragen willst.“ Und das pisste ihn hörbar an. Er nahm sein Handy vom Sessel und ließ sich darauf fallen, womit er das Sofa für sie ließ.
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#3
Die Art und Weise wie Leo Kollegin betonte, war eigentlich Aussage genug zu ihrem Fail. Super… Und es wurde auch nicht besser, als er ihre Hunde-Ausrede auch sofort ins Lächerliche zog.
Layla beschloss… das lieber großzügig zu ignorieren. Nach außen hin zumindest. Auch wenn es die Situation nicht gerade einfacher für sie machte und sie dementsprechend noch für einen Moment unschlüssig vor der offenen Tür stehen blieb, ehe Kays Bruder sie nochmal direkter aufforderte einzutreten.
„Doch, klar, war klar.“ Sie hätte sowas von zuhause bleiben oder zumindest ihre Klappe halten sollen…

Bevor noch mehr schief ging, folgte sie dem Dunkelhaarigen also in die Bude. „Nett hier…“ Okay, ihre Stimme klang dabei so wenig überzeugt, dass sie es auch gleich hätte bleiben lassen oder ausdrücken können, wie man so wohnen konnte. Sie war ja selbst nicht die Begabteste, wenn es darum ging etwas heimelig zu gestalten, aber… im Vergleich zu Leos Wohnung war ihre doch deutlich einladender.
Im Gegensatz zu ihr zögerte Einstein nicht und kletterte direkt auf die Couch. „Du weißt gar nicht, ob du das hier darfst“, schimpfte sie den Rüden halbherzig, schob ihn dabei wieder runter und nahm selbst Platz.

Mh. Ja, sie war wegen Kay hier. Und dass er das direkt so abschmetterte, ließ sie sich nun fragen, ob das bedeutete, die Unterhaltung war erledigt bevor sie angefangen hatte. Aber er wirkte wütend darüber und so schnell wollte sie sich dann doch nicht abschütteln lassen. „Das beantwortet die erste Frage, ja…“, begann Layla dann. „Aber eigentlich macht es das nur noch schlimmer.“ Wenn ihre beste Freundin sich nicht mal bei ihrer Familie meldete, musste echt einiges im Argen sein. „Weißt du, sie schreibt mir sonst immer. Eigentlich jeden Tag. Auch von irgendwelchen Hilfsprojekten aus. Und wenn es nur ein Meme oder Emoji ist…“ Die Blonde fuhr sich mit der Zungenspitze über die Lippen. „Ich dachte, dass wenn sie zu krank für sowas sein sollte, zumindest ihre Familie informiert wird.“ Sie suchte ein wenig fragend Leos Blick. „Über das letzte Projekt hat sie mir nicht viel erzählt.“ Was schon ungewöhnlich genug war. „Nichts erzählen dürfen und…“ Sie zupfte zur Ablenkung an ihrem Zopf herum. „Ich mache mir echt Sorgen. Vor allem, weil…“ Durfte sie da überhaupt groß drüber reden? Dann wiederum war Leos Bruder doch auch bei denen… „A.R.G.U.S. hält vieles gerne geheim,... aber wo ist Kay da nur reingeraten?“ Wusste er irgendetwas? Wobei Layla fast glaubte, dass ihre BF ihr sogar im Regelfall mehr erzählte als ihren Brüdern…
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#4
Sobald er das Wort nett benutzte, war das in der Regel ziemlich abschätzig gemeint. Auch bei ihr hatte er nicht das Gefühl, dass sie seine Inneneinrichtung super fand. Abschätzig war ihre Tonlage jedoch auch nicht. “Ich höre deine Begeisterung. Wenn du möchtest, gebe ich dir die Nummer von meinem Innenausstatter“, sagte er sarkastisch. Natürlich hatte er keinen Innenausstatter. Das wäre wohl eins der letzten Dinge, wofür er Geld ausgeben würde. Leo beobachtete wie Einstein aufs Sofa kletterte und die ersten Haare direkt an der Oberfläche kleben blieben. “Passt schon. Jetzt muss ich sie eh absaugen. Gut, dass ich keine Tierhaarallergie habe.“ Würde auch dazu führen, dass er eine Lachnummer in der Einheit wäre. Jedes Mal wenn die Diensthunde zum Einsatz kamen, erstmal Niesanfall.

Leo tippte sich mit seinem Handy gegen die Stirn, während er ihr zuhörte. Das war nur noch ein weiterer Faktor, der seine schlimmsten Befürchtungen bestätigte. Irgendwas schien bei A.R.G.U.S. aus dem Ruder gelaufen zu sein. Er erreichte Kay nicht, Ciar nicht und dessen Teamkollegen auch nicht. Vielleicht musste er Grenzen der Recherche ausweiten und sich irgendjemanden von der Organisation schnappen. In Gedanken machte er schon Pläne, weswegen er auch einen Moment an Layla vorbei sah und ziemlich abwesend wirkte. Ach ja, die war ja auch noch da. “Ich habe von ihr nichts gehört und von Ciaran auch nicht. Ebenso nicht von dessen Teamkollegen. Keiner reagiert auf meine Anrufe. Ich gehe mal nicht davon aus, dass alle tot sind, sonst hätte mich jemand informiert. Also ist es wahrscheinlich ein Kontaktverbot nach außen…Warum auch immer.“ Er sah auf die Uhr. Die ersten Agenten würden vielleicht schon ihr Feierabendbier in der Stammkneipe trinken. Vielleicht konnte er da was rausfinden. “Ich rufe dich an, wenn ich was rausgefunden habe.“ Er konnte sich jedenfalls nicht vorstellen, dass ihm Layla eine große Hilfe bei einer Befragung in einer Kneipe war.
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#5
Layla öffnete erst den Mund, um zu erklären, dass sie die Nummer seines Innenausstatters nicht brauchte, schloss ihn dann aber glücklicherweise unverrichteter Dinge wieder, weil sie doch noch begriff, dass das vermutlich ein Witz gewesen war. Kurz überlegte sie, ob sie sich entschuldigen sollte, aber… das wäre dann doch too much.
Ihr Blick wurde etwas zerknirschter, als Leo andeutete durch Einstein nun Mehrarbeit zu haben. „Ich kann das auch machen…“, schlug sie also halblaut vor. Nicht dass sie mit Begeisterung die Wohnungen anderer putzen würde, aber etwas unangenehm war ihr das schon.

Nichtsdestotrotz gab es andere Dinge, die eigentlich weitaus wichtiger waren. Wenn Leo nicht mal etwas von Ciaran gehört hatte, machte es das nicht gerade besser. Ihre Augen wurden kurz größer, als er lapidar abwies, dass sie vermutlich nicht alle tot waren. An so eine Option hatte sie gar nicht erst denken wollen!!!!
„Willst du meine Nummer?“ Fuck, wieso fand ihr Gehirn oft die ungünstigsten Formulierungen! „Ich meine, du… brauchst sie ja, um mich anzurufen.“ Ihre Wangen färbten sich leicht rosa. Großartig…
Irgendwie bewegte Layla sich aber trotzdem nicht von der Couch runter. Dabei hatte sogar sie begriffen, dass Leo sie gerade (in)direkt weggeschickt hatte.

Stattdessen atmete sie einmal tief durch. „Bei meinem Dad ist es genauso. Funkstille. Ich weiß, dass er sich manchmal aus Einsätzen nicht melden kann, aber eigentlich versucht er mich einmal im Monat anzurufen. Nichts..." Gedankenverloren kraulte sie Einstein hinter den Ohren. „Meine Tante ist auch eine leitende Agentin. Sie habe ich telefonisch erreicht. Aber… sie hat abgeblockt. Mehr als sonst noch.“ Und dabei plauderte Anna nie allzu sehr aus dem Nähkästchen. „Vielleicht sagt sie mehr, wenn es nicht nur übers Telefon ist.“ Layla hob den Blick, um Leos zu suchen. „Ich würde uns mit Besucherausweis ins A.R.G.U.S. Büro in Star City kriegen.“ Uns? Wollte er überhaupt mitkommen? „Selbst wenn meine Tante nichts sagen sollte, vielleicht finden wir trotzdem was raus?“ Sie leckte sich nervös über die Lippen. „Oder wir verlieren unsere Lizenzen beim SCPD und landen im Knast.“ Herumschnüffeln bei einer so hohen Behörde war hochillegal, gerade für Ordnungsträger wie sie…
Layla lehnte seufzend den Hinterkopf gegen die Couchlehne. „Es macht mich einfach wahnsinnig nichts zu wissen."
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#6
Bot sie jetzt wirklich an seine Wohnung zu putzen? Wegen ein paar Hundehaaren? “Das ist nicht nötig, danke.“ Obwohl putzen nicht unbedingt seine Lieblingsbeschäftigung war. Ob sie wohl das Angebot auf die ganze Wohnung ausweiten würde, wenn Einstein einmal durch die Zimmer flitzte? In dem Fall, hätte es mehr Reiz. Leo schmunzelte amüsiert über ihre Art die Nummer anzubieten. Als Anmache in einer Bar, wäre das echt plump gewesen und dann dazu noch die roten Wangen. “Genau. Ich brauche sie dann“, bestätigte er schmunzelnd, entsperrte sein Handy und reichte es ihr rüber – werfen war ihm zu riskant. Kay hatte ein paar Geschichten erzählt von ihren motorischen Fähigkeiten. Damit war bei ihm die Sache eigentlich gedanklich abgeschlossen, bis zu dem Punkt wo er sie informierte. Sie…bewegte sich aber nicht.

Ihr Vater hatte sich auch schon lange nicht mehr gemeldet und ihre Tante verhielt sich noch abweisender. Das klang alles echt nicht gut. Fuck! Bei ihrem Vorschlag runzelte er erstmal die Stirn, bevor er sich im Sessel zurücklehnte und verschmitzt Grinste. “Layla, ich hätte nicht gedacht, dass du sowas überhaupt in Betracht ziehst. Ich bin beeindruckt.“ Er hatte sie eigentlich nicht für jemanden gehalten, der gegen Regeln und Gesetze verstieß. “Und du denkst du kriegst das hin? Ohne uns sofort zu verraten, weil du ultra nervös bist?“ Sie schien ja bei dem Gedanken schon unruhig zu werden.
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Alias: Spezies: Mensch Alter: 29 Jahre Größe: 1,73m Zugehörigkeit: - zum Steckbrief
#7
Layla nahm Leos Handy entgegen. Sie versuchte dabei nicht zu neugierig durch seine Kontakte zu scrollen, sondern direkt ihren anzulegen. Auch wenn sie dann erstmal nach ihrem eigenen Handy fischen musste, weil sie die Nummer nicht auswendig konnte. Zahlen und Rechnungen an sich lagen ihr zwar, stumpfes Auswendiglernen von Ziffern dagegen nicht wirklich.

Es irritierte sie dezent, dass der Hayes nach ihrem Vorschlag anfing zu grinsen. Sie fand die Gesamtsituation gerade alles andere als witzig und überhaupt…! Dass er ihren Namen kannte – hey, so abwegig war das eigentlich echt nicht.. oder hatte er den gerade nur im handy abgelesen?! – ließ sie dann fast übersehen, dass seine Worte vermutlich nur ein scherzhaftes Kompliment gewesen waren. Jedenfalls rutschte ihr doch ein kleines „Danke“ raus.
Aber da schob er auch schon irgendwie nach, dass er von ihrer Performance wohl noch nicht ganz so überzeugt war? „Hey! Ich wäre selbst fast Agentin geworden.“ Dass sie durchgefallen war, eben aus solchen Gründen, das… ließ sie großmütig aus. „Außerdem kennt meine Tante mich gar nicht anders und… dass ich mich wegen Kay und meinem Dad aufrege, wird niemanden überraschen.“ Dass sie da noch mehr Gründe haben könnte, wusste ja niemand…

Layla erhob sich voller Tatendrang. Oder auch, weil es immer besser war Ideen direkt in die Tat umzusetzen, bevor man zu lange drüber nachdachte und sämtliche Nachteile fand…
Kurz stockte sie aber doch nochmal. „Du wirst mich deshalb aber jetzt nicht verhaften, oder? Allein eine Absicht zu äußern ist noch keine Straftat.“ Uh, ehrlich gesagt kannte sie sich da mit der Gesetzgebung nicht mal exakt aus. „Zumindest nicht so… ganz. Und wir wären dann sowieso im selben Boot.“ Sie schüttelte den Kopf. Nein, sie fing schon wieder an eine lange Verkettung an what ifs zu erstellen, dabei hatte Leo doch überhaupt keine Andeutungen in die Richtung gemacht. Weshalb sie nochmal tiefer Luft holte. „Mein Wagen wartet unten.“ Klang cooler als es eigentlich war. „Außer… du willst lieber mit deinem fahren?“ Sie beide dann eben in seinem, bzw. sie drei, weil doppelt fahren machte doch eigentlich keinen Sinn. Außer ihre Wege trennten sich danach direkt wieder. Was wiederum schon Sinn machte und… Wie ging es eigentlich Menschen, die nicht über jede Kleinigkeit ewig nachdachten?
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#8
In gewisser Weise, meinte er das Kompliment ja ernst. Es setzte nur voraus, dass er ein Bild von ihr hatte, bei dem er ihr keinen großen Schneid zusprach. Leo blickte sie vielsagend an, bevor er das entscheidende Wort nochmal aus IHREM Satz wiederholte. Fast. Die Argumentation ließ er sich durch den Kopf gehen. Wenn sie plötzlich mit Pokerface und unberührt durch das Gebäude lief, dann würde es wohl wirklich dem widersprechen, was man von ihr kannte. “Na gut. Solange du nicht jedem auf die Nase bindest, warum wir da sind.“ Ansonsten würde man ihnen gleich Zugang zu allem verwehren und sie überwachen. Als normale Besucher, heftete sich keiner sofort an ihre Hacken. Hoffentlich!

“Tja, so eine Äußerung muss ich ernst nehmen. Wenn ein Attentäter in der Planung gestoppt wird, dann sagt man ja auch nicht ‘Egal, ist ja noch nichts passiert!‘ Richtig? Er blickte ihr streng entgegen und stand auf. “Gut, dass es um meine Familie geht und ich da Regeln ein bisschen weiter ausdehne.“ Bisher hatte er mit seinen Ressourcen noch keine Fortschritte gemacht, also war er bereit für riskantere Optionen. “Jetzt atme mal tief durch. Wir fahren hin und gucken was möglich ist. Wenn alles zu heikel ist, dann bleiben wir brave Besucher und überlegen uns was anderes.“ War eben eine Sache der Definition was als zu heikel betrachtet wurde. Sie hatten da bestimmt andere Auffassungen.

“Kannst ruhig fahren. Ich denke mal nicht, dass wir in einer Verfolgungsjagd enden.“ Ihr Auto wäre für sowas bestimmt nicht gewappnet. Leo zog seine Jacke über, steckte die Dienstwaffe und den Ausweis ein.
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Alias: Spezies: Mensch Alter: 29 Jahre Größe: 1,73m Zugehörigkeit: - zum Steckbrief
#9
Layla warf ihm einen leicht vorwurfsvollen Blick zu. Das mit dem ‚Fast‘ hätte er echt nicht nochmal betonen müssen… Sie verdrehte die Augen. Jaaa, Lügen war nicht ihr Ding und sie verhaspelte sich auch gerne mal, aber sie würde schon nicht im Eingangsbereich herausposaunen, warum sie dort waren…
Kurz wurde ihr dann doch etwas anders, als Leo sie mit polizeilichen Regelungen auf den Arm nahm. „Nicht lustig!“, entfuhr es ihr also ein bisschen grummelig.

Die kleine Stirnfalte glättete sich dann jedoch bei seinen nächsten Worten wieder und es stahl sich sogar so etwas wie ein kleines Lächeln zurück auf ihre Lippen. Leo hatte ‚wir überlegen uns was Anderes‘ gesagt! Und irgendwie fühlte es sich echt gut an nicht mehr ‚alleine‘ zu sein. Also (natürlich nur) was die Suche nach Kay betraf! Zum Glück hatte sie das nicht wieder ausgesprochen!

Verdammt, irgendwie hatte Layla jetzt fast ein bisschen gehofft, dass er fahren würde. Nicht, weil sie Autofahren nicht mögen würde, sondern mehr weil… Beifahrer sie nervös machten. Dann bog sie plötzlich in Einbahnstraßen ab, übersah Ampeln und lauter so Zeug, was ihr alleine nie passieren würde, obwohl sie sich doch gerade mit Begleitern extra gut zu konzentrieren versuchte…
Jetzt konnte sie aber auch schlecht wieder einen Rückzieher machen, weshalb sie nur kurz die Lippen aufeinanderpresste und dann nickte. Die Vorstellung einer Verfolgungsjagd machte es auch nicht gerade besser…

Wo war eigentlich Einstein? In der Küche. Wo er versuchte den Mülleimer auszuräumen. „Er tut immer so, als würde er nie was zu Fressen kriegen…“, murmelte die Blonde zerknirscht und leinte den Rüden dann doch lieber mal an.
„Die Dienstwaffe kannst du eigentlich hier oder im Auto lassen. Mit der kommst du sicher sowieso nicht ins Gebäude…“ Selbst als Bruder eines Agenten nicht. „Warst du schon mal dort?“ Über Ciaran nicht auszuschließen. Aber im Regelfall hielt A.R.G.U.S. Zivilisten fern.
Die Autofahrt klappte dann – glücklicherweise – auch ohne weitere Zwischenfälle. Layla parkte den Wagen unter leisem Fluchen – sie hatte seitwärts Einparken – und sah dann zu dem unscheinbaren Gebäude. Nichts weiter als ein Reisebüro. Von außen zumindest. Die Organisation tarnte sich aus gutem Grund…
Die Blonde zögerte. Irgendwie kam ihr ihr eigener Plan gerade ganz schön bescheuert vor… „Meinst du, wir sollten direkt zu meiner Tante oder lieber… schon vorher versuchen etwas Herumzuschnüffeln?“
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#10
“Jetzt guck nicht so. Jeder hat mal irgendwas verkackt. Na und?!“ Leo war da wohl ganz vorne mit dabei. In seiner Schullaufzeit war so einiges schief gegangen und auch später war er nicht der Vorzeigekandidat, so wie sein älterer Bruder. “Ein bisschen witzig ist es schon“, sagte er und zog eine Schnute, bevor er spitzbübisch grinste. Sie in Handschellen auf dem Revier sitzen zu haben, neben den ganzen Junkies und Dieben. Das wäre einfach zu amüsant! Potenzial für einen Prank. Irgendwann mal.

Als sie sich nach dem Hund umsah, tat er es ihr gleich. War der nicht grad noch da? Ein leises Klappern aus der Küche, gab Aufschluss über seinen Verbleib. “Dein Hund ernährt sich vermutlich gesünder als ich.“ Im Mülleimer gab es nur Überreste von Proteinshakes und Fertigfutter. Vielleicht war Einstein einfach scharf drauf mal ungesund zu Essen. Leo sah sie verständnislos an, als sie vorschlug die Waffe hier zu lassen. “Auto ist okay.“ Sie nicht dabei zu haben, kam gar nicht in Frage. Nur für den Fall der Fälle, musste er sie in der Nähe haben, selbst wenn er sie nicht mit rein nehmen konnte.

Im Wagen, sah er sie von der Seite an. “Kriegst du eigentlich Kieferschmerzen vom Auto fahren? Du siehst so…angespannt aus?“ Oder eher angestrengt? “Nein, ich war noch nicht da.“ Hatte sich nie eine Gelegenheit ergeben. Und es gab leider keinen bring deinen Bruder mit zur Arbeit Tag. Leo packte seine Waffe ins Handschuhfach. Gefiel ihm nicht! “Erstmal gucken was wir so aufschnappen.“ Wenn es kritisch wurde, konnten sie dann noch sagen, dass sie zu ihrer Tante wollten. Die Tarnung als Reisebüro war interessant. Ja, man kam viel rum als Agent, aber Urlaub war das sicher nicht. “Gibt’s einen Code? Sowas wie ‚Gibt es gerade Angebote für einen Trip nach Hawaii?‘“
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Alias: Spezies: Mensch Alter: 29 Jahre Größe: 1,73m Zugehörigkeit: - zum Steckbrief
#11
Layla warf Leo einen leicht ungläubigen Blick zu. Wie konnte er nur so leichtfertig damit umgehen, wenn man etwas ‚verkackt‘ hatte? Für sie brach da jedes Mal eine Welt zusammen. Schon bei Kleinigkeiten… Aber irgendwie hatte sie bei ihm eigentlich gar nichts anderes erwartet. Ein wenig hegte sie ja schon das Vorurteil, dass Leute aus den Spezialeinheiten es eher mit Muskeln als mit Köpfchen – und Ambitionen – hatten…

Einstein dagegen hatte es vor allem mit Fressen. „Ich fürchte fast auch…“ Dass der Hund besser ernährt wurde als Leo. „Wie kann man sowas“- was sich da so in zweierlei Hinsicht als Müll offenbarte – „in sich reinschaufeln und trotzdem so“ – sie deutete auf Leo – „aussehen?“ Ehe ihre Wangen sich doch wieder leicht hellrosa färbten. Verdammt. Aber hey, es war ein ganz harmloser Fakt, dass der Körperbau des Hayes nicht nach Fastfood aussah…

Glücklicherweise vertieften sie das Gespräch nicht mehr allzu sehr und im Auto hatte Layla sowieso ganz andere Probleme. „Was? Ich… Das ist mein konzentriert-Gesicht“, behauptete sie schnell. Was nicht mal ganz falsch war. Nur wenn sie sich alleine im Büro konzentrierte, war sie eher im flow und weniger angespannt…
Sie erreichten trotzdem irgendwie die A.R.G.U.S.-Zweigstelle, bei der Leo also noch nie gewesen war. Hah, jetzt kam sie sich ihm irgendwie fast ein wenig voraus vor…

Die Blonde lachte leise auf. „Nicht nach Hawaii, nach Monaco“, scherzte sie, ehe sie Einstein nochmal auf der Rückbank über den Kopf tätschelte und ihm zur Beschäftigung einen Kauknochen in die dicke Schnauze schob.
Dann stieg sie aus, straffte die Schultern und versuchte tatsächlich ein bisschen ihren Kiefer zu lockern. Verdammt, womöglich war sie wirklich zu oft angespannt…
Layla hielt sich neben Leo, als sie das ‚Reisebüro‘ betraten. Am Schalter zog sie ihren Besucherausweis. Der auf der Vorderseite wie eine Visitenkarte des Reisebüros aussah. „Wir haben einen Termin“, erklärte sie lächelnd. Die Frau am Schalter kannte ihr Gesicht sowieso schon, nickte und erklärte, dass sie doch schon mal ins Büro Nr. 3 gehen konnten.

Die Paige bedankte sich höflich. Das Büro sah auch zunächst wie ein normales Reisebürozimmer aus. „Hier werden wir gleich kontrolliert und dann geht es durch diese Tür da“ – sie deutete auf die andere Seite des Raumes – „weiter. Man wird uns nach Waffen checken, deinen Ausweis überprüfen und fragen, was du hier willst. Flunkre bei nichts. Die werden das alles sofort gegenprüfen. Sag einfach, du bist mit mir hier und wir müssen Direktorin Paige etwas berichten und zwar nur ihr.“ Shit, jetzt wurde sie schon wieder nervös. Weil das eben doch irgendwie die erste Lüge wäre…
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Alias: Spezies: Mensch Alter: 31 Jahre Größe: 1,80 Zugehörigkeit: - zum Steckbrief
#12
Wenn ihn jeder Misserfolg verfolgen würde, hätte er gar keine Zeit mehr sich mit anderen Dingen in der Gegenwart zu beschäftigen. Vor allem in seiner Berufslaufbahn lag es nicht immer in seiner Hand was mit den bösen Jungs und Mädels passierte. Sicher, darüber ärgerte er sich eine Weile massiv, aber dann lohnte es sich nicht mehr darüber nachzudenken. Während er da ganz gut distanzieren konnte, tat er sich bei familiären Baustellen eher schwer. Hätte er schon früher Alarm schlagen müssen, weil seine Geschwister sich nicht meldeten?

“Sport und oft den ganzen Tag keine Zeit was zu futtern. Und vermutlich gute Gene“, antwortete er grinsend, auch wenn er sich denken konnte, dass die Feststellung nicht zu großen Erklärungen auffordern sollte. Das Kompliment und die roten Wangen, waren natürlich nicht unentdeckt geblieben. Sehr süß.
Im Wagen zeigte sich der nächste Unterschied. Er empfand Auto fahren eher als entspannend. “Konzentriert oder Verstopfung“, neckte er sie schmunzelnd. Sie kamen an ihr Ziel und das war die Hauptsache.

“Pass aufs Auto auf, Fellnase“, wies er Einstein an, der schon mit seinem Kauknochen beschäftigt war. Auf Backup von dem konnten sie wohl nicht hoffen. “Monaco? Hm hm…Sehr spezifisch. Warst du schon mal da?“ Sich wirklich mal Urlaub zu nehmen um die Welt zu sehen, war für ihn unwahrscheinlich. Außer vielleicht wenn er mal in Rente war.

Er folgte Layla und nickte der Dame im Reisebüro grüßend zu. “Geht klar. Ich bin dein +1.“ Ihm wäre eine Einladung zu einer Party lieber gewesen, aber wenn es ihnen bei der Klärung der offenen Fragen half… Leo streckte bereitwillig die Arme zur Seite aus, als die Sicherheitsleute in den Raum kamen. Sie wurden durchsucht. Na gut, dass Layla schon gesagt hatte, dass die Waffe im Auto bleiben sollte. Die hätte er ungerne in andere Hände abgegeben. “Grund des Besuchs?“ Leo holte seinen Ausweis zur Überprüfung raus. So als +1 ließ er ihr den Vortritt im Gespräch.
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Alias: Spezies: Mensch Alter: 29 Jahre Größe: 1,73m Zugehörigkeit: - zum Steckbrief
#13
Fellnase… Einstein freute sich über die Aufmerksamkeit und Layla kam nicht umhin unverhohlen in sich hinein zu lächeln. Weil das irgendwie süß war. Hätte sie Leo gar nicht zugetraut. Auch wenn sie sich selbst ein wenig darüber ärgerte, warum ihre Vorurteile über ‚solche Typen‘, wenn sie ihn doch eigentlich gar nicht kannte, so stark ausgeprägt waren…
Sie schüttelte den Kopf und suchte wieder den Blick von Mr. Sport und gute Gene. „Nope, war nur der erste Ort, der mir eingefallen ist und mich so gar nicht anzieht“, gab sie zu. Weil Monaco eben irgendwie für die Reichen und Schönen war. Gesellschaft, die Layla normalerweise mied… Obwohl sie als Kind manchmal von ihrer Tante zu gehobenen Veranstaltungen mitgeschleppt worden war. (Oder vielleicht auch gerade deshalb…)

Leo schaffte es dann doch nochmal sie kurzzeitig durcheinander zu bringen. „Formulier das bloß nicht so, sonst…“ Layla biss sich leicht auf die Unterlippe. Sie wollte einfach nicht, dass noch jemand auf falsche Gedanken käme und sie am Ende noch für eine Beziehung beglückwünschte, die gar keine war. Dabei konnte man Plus One sicher auch ganz harmlos benutzen…

Da konzentrierte sie sich lieber auf den nächsten Schritt und war eigentlich sogar recht froh, dass gleich darauf jemand auftauchte, um sie nach Waffen oder technischen Geräten, Wanzen und Co abzutasten. Die Blonde war zwar kein Fan davon, wenn Fremde an ihr rumtatschten, aber die Prozedur war sie dann eben doch schon gewohnt genug, um sie schlicht über sich ergehen zu lassen.
„Mein Kollege“ – und dieses Mal klang es nicht mal so doof – „hat Infos, die wir unbedingt an Direktorin Paige weitergeben müssen.“ Der Angestellte zögerte. „Sicher, dass das nicht erstmal an die Sammelstelle gehen sollte?“ Um auszusortieren, was wirklich wichtig war…
Nicht gut… Layla versuchte sich ihre Nervosität nicht anmerken zu lassen. Was sogar so halbwegs klappte, außer dass sie mit einem Fuß etwas auf dem Boden wackelte. „Tim, denkst du nicht, ich weiß, wann etwas wirklich wichtig ist?“ Sie hatte sicher Glück, dass Tim ein noch recht junger Agent war und er sie quasi schon immer als ‚Besucherin‘ und Nichte der Direktorin kannte. Der junge Mann gab ihnen dann den Weg frei. „Soll ich euch noch…“ „Ach was, das Büro meiner Tante finde ich im Schlaf“, winkte Layla ab und setzte sich dann doch lieber schnell in Bewegung. Erst als sie ein paar Meter den sich nun öffnenden Flur runter war, strahlte sie Leo doch ein wenig verschmitzt an. „Siehst du, ich kann das!“ Ehe sie nachschob: „Ich hoffe nur, es fragt uns keiner, welche wichtigen Infos das sein sollen…“

In der Zentrale ging es zu wie in einer Poststation – und war auch ähnlich beamtisch-langweilig aufgebaut.
Layla hielt vor dem Aufzug an. „Ich meine, die Büros, in denen es um was auch immer, was meinen Dad und wahrscheinlich auch Kay und Ciaran beschäftigt, geht, sind auf der 2. Etage.“ Vielleicht sollten sie erstmal da Herumschnüffeln? „Bist du besser im Ablenken oder unauffälligem Büro-Durchsuchen?“ Sie war sich gerade selbst nicht sicher, welche Aufgabe sie bevorzugen würde…
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#14
Er hatte weder was gegen Tiere, noch gegen Kinder. Sich die Verantwortung für eins der beiden ans Bein zu binden, war dann wieder was anderes. “Kann mir auch bessere Orte für Urlaub vorstellen.“ Monaco stand bei ihm ebenfalls nicht auf der Liste. Ob er überhaupt mal Zeit hatte davon irgendwas zu streichen? Es war schon amüsant wie schnell sie aus dem Konzept bringen zu war. “Plus One kann auch ein Freund sein“, meinte er schmunzelnd. Wenn andere was da hinein interpretieren wollten, dann war das nicht sein Problem. Aber er würde ihr den Gefallen tun und es nicht so betiteln. Als derjenige ohne Connections in Innere, wäre es taktisch ohnehin klüger ihr erstmal den aktiven Part zu überlassen.

Leo setzte eine ernste Miene auf. Die Infos für Direktor Page waren bestimmt beunruhigend genug, um säuerlich-ernst bei dem Vorschlag einer Sammelstelle drein zu blicken. Gerade als er die defensive Haltung doch aufgeben wollte, regelte Layla das schon mit Tim. “Chapeau“, ließ er ihr als Anerkennung zukommen, nachdem sie die erste Hürde und der ‚Fremdenführer‘ hinter sich gelassen hatten. Leider was es wirklich nur der erste Schritt. “Ist halt Top Secret. Sollte hier als Begründung ziehen.“ Bis dahin hatte er auch noch Zeit zum nachdenken, falls echt jemand fragte.

“Deswegen hab ich keinen Bock auf Innendienst…“, murmelte er. Diesen Schreibtischkram gab es bei ihnen auch und der war soooo öde! “Ich sag dir was meine Präferenzen sind, wenn ich weiß wer abgelenkt werden muss.“ Er warf einen kurzen Blick auf den Gebäudeplan. Da war so gut wie nichts beschriftet, außer die Notausgänge und das Treppenhaus. Also ab in den zweiten Stock. Einfach so zu tun als hätten sie einen guten Grund hier zu sein. Es gab ein Büro wo sie eine gute Chance hatten sich umzusehen. Nur eine MitarbeiterIN. “Ich mache die Ablenkung.“ Er ließ Layla Zeit sich aus dem Blickfeld zurückzuziehen, bevor er im Flur ‚versehentlich‘ einen Feuerlöscher von der Wand riss. Mit seinen vorgegebenen zwei linken Händen, suchte er Hilfe bei der Agentin und lockte sich aus dem Büro raus, damit Layla sich dort umsehen konnte. War vielleicht eh besser wenn sie das mit den Computern machte. Die Hilfe bei der Re-Montage des Feuerlöschers wurde dann zu einem Flirtgespräch.
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#15
„Ich mag mein Büro…“ Vor allem, wenn sie die Tür dort schließen konnte und manchmal tagelang nicht mit Kollegen reden musste… Außendienst stellte Layla sich da mit deutlich mehr Kontakt zu anderen Menschen – bei der Polizei vor allem auch noch zum Pöbel – vor. Auch wenn sie zugeben müsste, dass es sie manchmal eben doch langweilte, wenn… so der Adrenalinkick fehlte. Aber wie so oft kämpften da irgendwie zwei Seiten in ihr, die selten derselben Meinung waren…

Die Blonde warf Leo einen leicht fragenden Blick zu. „Was hat denn die Person, die abgelenkt werden musste, mit einer rationalen Entscheidung darüber, was man besser kann, zu tun?“
Plötzlich entschied sich der Hayes aber ganz schnell. „Oh…“ Layla schüttelte den Kopf. „Du bist unglaublich.“ Ein kleines Schnauben konnte sie da nicht unterdrücken. Aber gut, dann sollte er eben nutzen, worin er gut war. „Pass nur auf, dass sie dich nicht gleich für einen Quickie ins Büro zerrt“, konnte sie sich dann aber doch nicht so ganz verkneifen.

Sie ließ Leo dann erstmal machen. Auch wenn sie dabei merkte, dass ‚Warten‘ sie automatisch nervös machte. Dementsprechend war sie fast schon erleichtert, als sich ihr endlich ein passender Augenblick bot, um ins Büro zu huschen. Die Mitarbeiterin hatte alles offengelassen. Den Bildschirm, die Akte auf dem Tisch… Womöglich doch ganz gut, dass Layla den Schnüffelpart übernahm. Sie war eine schnelle Leserin und es gewohnt aus einer Menge an Informationen das Wichtigste rauszuziehen. Auch wenn sie das hier… ganz schön verwirrte.

Als sie fürs Erste genug hatte, schlich sie sich – mit übertrieben klopfendem Herzen, mann! – wieder auf den Flur. „Ach hier bist du!“, unterbrach sie die anderen beiden. „Du scheinst etwas Interessanteres gefunden zu haben als die Toilette.“ Layla machte eine nickende Kopfbewegung, dass Leo ihr folgen sollte. „Wieso trägt man sooo kurze Röcke zur Arbeit?“, murmelte sie dabei in sich hinein. Aber eigentlich waren ihre Gedanken sowieso wo ganz anders. „Lass uns in den Fahrstuhl, da kann man am ruhigsten reden.“ Zumindest, wenn man alleine drin war… „Ich glaube, wir haben ein noch viel größeres Problem, als wir gedacht haben…“, flüsterte sie, während sie ungeduldig mehrmals auf den Fahrstuhlknopf drückte.
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